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Die vier Etagen im „Haus der Gesundheit“ sollten immer im Lot sein

Die vier Etagen im „Haus der Gesundheit“ sollten immer im Lot sein

Mit Eva Herzog-Schüler und Petra Kehl referierten gleich zwei Expertinnen im Unternehmer- und Technologiezentrum St. Wendel zum betrieblichen Gesundheitsmanagement. Gemeinsam hatten Region Vital und die Industrie- und Handelskammer zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Eva Herzog-Schüler beleuchtete das Thema von der Arbeits-Bewältigungsfähigkeit her und stellte dazu das WAI-Konzept (work ability index) vor. Die Arbeits-Bewältigungsfähigkeit definierte sie als die Summe von Faktoren, die eine Person in einer bestimmten Situation in die Lage versetzen, eine gestellte Aufgabe erfolgreich zu bewältigen. Dies sicher zu stellen, so die Referentin, sei sowohl eine betriebliche, als auch eine individuelle Aufgabe.

Herzog-Schüler stellte die vier Etagen des Hauses der Gesundheit vor, nämlich Gesundheit und Leistungsfähigkeit, Kompetenz, Werte-Einstellungen-Motivation und Arbeit-Arbeitsumgebung-Führung. "Nur wenn diese Etagen gerade sind, fängt das Dach nicht an zu rutschen. Beim WAI-Konzept geht es darum, was das Individuum tun kann, um seine Arbeit bewältigen zu können und was es dazu vom Betrieb benötigt", bekräftigte Herzog-Schüler.

Mitarbeiter haben Lebensmotive

Petra Kehl stellte die Motivation jedes einzelnen Mitarbeiters in den Mittelpunkt ihrer Präsentation. Kehl: "Wenn ich was über die Motivation des Mitarbeiters weiß, weiß ich auch, wie ich ihn belohnen kann. Sprachmuster geben Auskunft über die Lebensmotive der Mitarbeiter." Solche Motive seien zum Beispiel Macht, Teamorientierung, Neugier, Anerkennung, Ordnung, aber auch Beziehung, Familie, Status, körperliche Aktivität oder emotionale Ruhe, "Umso besser Sie Ihre Mitarbeiter kennen, umso besser können Sie sie einschätzen und in Ihrem Betrieb an der richtigen Stelle einsetzen. Ein teamorientierter Mitarbeiter wird sich zum Beispiel in einem Einzelbüro kaum wohlfühlen", mahnte Petra Kehl.