Die Fastnacht ist zurückgekehrt

Oberlinxweiler. Nach jahrlanger Pause erlebte die Fastnacht in Oberlinxweiler ein furioses Comeback. Sitzungspräsident Gerald Wind des St. Wendeler Ochsitoriums steuerte das Narrenschiff fünf Stunden. Mittendrin ihre holde Lieblichkeit, Daniela I. - die erste Oberlinxweiler Faasend-Prinzessin des 21. Jahrhunderts. Kurzweilig und unterhaltsam war das Programm

Oberlinxweiler. Nach jahrlanger Pause erlebte die Fastnacht in Oberlinxweiler ein furioses Comeback. Sitzungspräsident Gerald Wind des St. Wendeler Ochsitoriums steuerte das Narrenschiff fünf Stunden. Mittendrin ihre holde Lieblichkeit, Daniela I. - die erste Oberlinxweiler Faasend-Prinzessin des 21. Jahrhunderts. Kurzweilig und unterhaltsam war das Programm. Dass gesungen und geschunkelt wurde, dafür sorgte der Kapellmeister Klaus Kartes mit seinen Fastnachts-Liedern sowie der Stimmungssänger Wolfgang Heib aus St. Ingbert-Rohrbach. Trotz etwas ausgelaugter Stimme lockte er das Publikum auf Stühle und Tische. Angriffe auf die Lachmuskeln verübte "Der stille Beobachter" Hans-Dieter Emmerich, der als Sentenz seiner bundes- und landesweiten Beobachtungen zur Politik oder dem Ölpreis das Publikum nach jeder Strophe fragte: "Stimmt's, oder hab' ich Recht?" Feuerwehrmann "Sprinkle" (Dirk Schmitt) strickte während seines Vortrages in der Bütt einen Feuerwehrschlauch für seinen Feuerwehrhauptmann und präsentierte verschmitzt in seinem Schweizer Dialekt Seltsames und Humorvolles. Ob ein Löscheinsatz oder die außergewöhnliche Rettungsaktion - das Leben eines Feuerwehrmannes ist interessant. "Als ich eine Oma aus einem Haus retten wollte und mich mit ihr auf dem Weg nach draußen befand, sagte ich ihr, sie solle noch einmal die Zähne zusammenbeißen. Aber die alte Frau sagte mir, dass wir dann noch einmal zurück ins Schlafzimmer müssten, weil die Zähen dort noch auf der Kommode liegen", witzelte der Retter in seiner quietsch orangenen Einsatzuniform. Eine Augenweide waren die Garden der "Daaler" aus Neunkirchen und der Bürgergarde aus Ottweiler. "Da sage einer noch, die Jugend sei für nichts zu begeistern", konstatierte Wind angesichts der über die Bühne wirbelnden Jungen und Mädchen. Der FuKa-Vorstand glänzte mit Vielseitigkeit: Bühnenbau, Hallendekoration, Organisation im Vorfeld, im Hintergrund und mit drei Show-Tänzen. In beeindruckenden Tanzeinlagen zu Faschings-Schlagern legten die als Bauarbeiter, Soldat, Cowboy, Indianer, Polizist und Matrose verkleideten Männer eine flotte Sohle aufs Parkett. Selbst als das Licht zu einer Laser-Ball-Show den Saal verdunkelte. Mit nur einer Zugabe gaben sich die Narren aber nicht zufrieden. Spätestens beim Finale stand dann fest: Die Faasenacht wie damals ist wieder zurück in Oberlinxweiler. mat

AUF EINEN BLICKDie Mitwirkenden: Sitzungspräsident: Gerald Wind, FuKa-Männer-Ballett: Christoph Heidinger, Dietmar Hell, Hermann Hell, Hans-Michael Boes, Roger Tobä, Heiko Marschall, Alex Werle, Sascha Wille, Trainerin: Susanne Marschall; Funkenmariechen: Isabelle Sommer, Natalie Bungert, Trainerinnen: Tatjana Paulus, Isabelle Schumlinski, Kirsten Krause, Zoe Paulus, Tatjana Keip, Sina Paulus; Büttenredner: Hans-Dieter Emmerich (KG Nonnweiler), Dirk Schmitt (Ochsenschar St. Wendel), Annerose Arend, Melanie Möller (beide Pfeffelbach); Wildecker Herzbuben: Birgit Heidinger, Dietmar Hell; Stimmungssänger: Wolfgang Heib (St. Ingbert-Rohrbach); Gesang: "Die Abgefillde" (Charly Glassl, Claus Fichter, Dieter Bieber, Rolf Bettinger) von der alle Bürgergarde Ottweiler; Musikalische Umrahmung: Klaus Kartes (Eppelborn); Dekoration: Karl-Heinz Pauli. mat