„Die Akteure vernetzen“

Er ist Netzwerker, Ansprechpartner, Betreuer und Controller in einer Person: Patrick Marx aus Bliesen. Der 44-Jährige ist der neue Regionalmanager der Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land (Kulani). Er betreut das aktuelle EU-Förderprojekt zur Entwicklung des ländlichen Raumes.

Die Vertragsunterzeichnung, von links: Thomas Gebel, Patrick Marx, Werner Feldkamp und Reiner Cullmann. Foto: Stefanie Keßler. Foto: Stefanie Keßler

Mit zwei Millionen Euro fördern Land und Europäische Union bis 2020 die Projekte der Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land in der Region. Grundlage ist die im vergangenen Jahr von der Kulani erarbeitete lokale Entwicklungsstrategie. Vier Themenfelder werden dabei wie in den vergangenen Förderperioden bearbeitet: das Vermarktungsprogramm Lokalwarenmarkt St. Wendeler Land, das Programm ländlicher Energiemix, das Kulturprogramm St. Wendeler Land steinreich und das Bildungsnetzwerk.

Da kommt einiges an Arbeit auf den neuen Regionalmanager Patrick Marx zu. Seit Anfang Oktober ist er im Amt. "Er hat sich schon gut eingearbeitet", lobt Werner Feldkamp, der Vorsitzende des Trägervereines Kulani. Marx ist Ansprechpartner für die verschiedenen Projektpartner. Er berät diese, hilft bei der Antragstellung. Er kontrolliert aber auch die Abwicklung und Abrechnung, ist also gleichzeitig der Controller , der die Finanzen im Blick haben muss. "Dabei ist der Kontakt zu den Menschen in der Region wichtig", unterstreicht der Bliesener. Und weiter: "Eine wichtige Aufgabe ist es, die Akteure miteinander zu vernetzen."

Das sieht Feldkamp genauso: "Wir haben einen Regionalmanager, der aus der Region kommt und die Region kennt." Und der sich im Projektmanagement auskenne, so der Kulani-Vorsitzende mit Blick auf den beruflichen Werdegang von Marx.

So hat Patrick Marx nach seiner Ausbildung Elektrotechnik studiert, zwei Jahre in München gearbeitet. Nach seiner Rückkehr war er in Bexbach Softwareentwickler und hat berufsbegleitend angewandte Umweltwissenschaften studiert. "Im Rahmen meiner Diplomarbeit habe ich drei Monate lang am Kilimandscharo in Afrika das Leben der Kleinbauern untersucht", so der Bliesener. Seit 2006 war Marx dann am Umwelt-Campus in Birkenfeld tätig, war dort Projektmanager am Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (Ifas) und Bereichsleiter Zukunft Mobilität. "Das passt gut zum Thema erneuerbare Energien", sagt der Regionalmanager.

Neben seiner Aufgabe bei der Kulani ist Marx auch gleichzeitig Förderlotse des zweiten Entwicklungsvorhabens in der Region, des vom Bund finanzierten Landaufschwungs. Ein Fünftel seiner Arbeitszeit wird er dafür verwenden. Damit werden beide Programme miteinander verschränkt, kann Marx auch schauen, wo welches Einzelprojekt am besten aufgehoben ist.

Die Entscheidung, welches Vorhaben die Kulani fördert, liegt in den Händen des Vereinsvorstandes. Der hat in seiner jüngsten Sitzung die ersten auf den Weg gebracht, so auch das Kulturfenster Bosener Mühle.