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Deutsche Meisterschaft, Nummer 23

Deutsche Meisterschaft, Nummer 23

504 Teilnehmer werden zur deutschen Meisterschaft im Bogenschießen vom 26. bis 28. September in St. Wendel erwartet. Die Hotels sind so gut wie ausgebucht.

St. Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon (CDU ) sammelt Deutsche Meisterschaften . Das ist bekannt. "Ich bin immer auf der Suche: Was können wir noch an Land ziehen?" Das sagt der Stadtchef im SZ-Gespräch. Da traf es sich gut, dass Bouillon David Kossmann kennen lernte. Der Marpinger, selbst Bogenschütze seit 1993, erzählte ihm vom Bogensport. Logisch, dass Bouillon ihn fragte: "Gibt es im Bogensport eine Deutsche Meisterschaft?" Die gibt ist. Und Bouillon sagte prompt: "Die holen wir nach St. Wendel ."

Es folgte ein Besuch der Verbandsspitze, die sich das Gelände im Keimbachwald - in Richtung Werschweiler - anschauten. "Sie waren schnell überzeugt", schildert Bouillon den Tag. Und fügt hinzu: "Wir haben mittlerweile einen Namen in der Sport-Szene, da muss man nicht mehr viel Überzeugungsarbeit leisten."

Und nun steht sie kurz bevor, die deutsche Meisterschaft im Bogenschießen , die Kossmann als Ausrichter organisiert. Von Freitag, 26., bis Sonntag, 28. September, werden die modernen Robin Hoods in den Wäldern von St. Wendel unterwegs sein. Mehr als 500 Teilnehmer sind angemeldet - die Veranstaltung ist ausgebucht. Das habe es bisher noch nie gegeben, sagt Bouillon .

Hotels ausgebucht

Bouillon verdeutlicht an dieser Zahl, was das für die Wirtschaftskraft in St. Wendel bedeudet: "Alle Sportler reisen im Schnitt im Tross von zwei, drei Leuten an." Das seien rund 1500 Personen. Neben den Verantwortlichen des Deutschen Bogenschützenverbandes kommen auch Ehrengäste aus Italien und anderen europäischen Bogensportverbänden. Alle wollen ein ganzes Wochenende lang untergebracht sein. Dazu Bouillon : "Die Hotels in der Region sind nahezu ausgebucht."

Damit geht Ende September die 23. Deutsche Meisterschaft in St. Wendel über die Bühne. Aber Bouillon sammelt nicht nur Deutsche-, sondern auch Weltmeisterschaften. Und so stellt er in den Raum, sich eventuell auch für eine WM zu bewerben: "Normalerweise ist in St. Wendel mit einer deutschen Meisterschaft das Ende der Fahnenstange nicht erreicht."

sankt-wendel.de

Zum Thema:

Auf einen BlickDer Turnierverlauf: Es werden drei Rundparcours im Keimbachwald gestellt. Dabei gibt es 28 Schießstationen mit Zielen zwischen fünf und 54 Metern Entfernung. Die Entfernungen sind für die Schützen unbekannt. Das Schätzen der richtigen Entfernung wird dadurch zusätzlich erschwert, indem die Ziele in Täler, auf Hügeln und in anspruchsvolle Lichtverhältnissen gestellt werden. Die Ziele sind Wildattrappen aus Kunststoff. Es starten sechs Personen in einer Gruppe an einer Scheibe, sie müssen alle 28 Scheiben einmal absolviert haben. Der Wettbewerb dauert sechs bis sieben Stunden. Am zweiten Wettkampf Tag werden die Parcours gewechselt, so dass immer eine neue Wettkampf-Situation entsteht. Am ersten Tag werden auf eine größere Entfernung bis zu drei Pfeile geschossen, am zweiten Tag zwei Pfeile auf eine etwas nähere Distanz zum Vortag. red