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Der Knackpunkt liegt am Missionshaus

Der Knackpunkt liegt am Missionshaus

In St. Wendel werden am Sonntag die Europameister im Duathlon gekürt. Laufrunde mit heiklem Anstieg, schnelle Radstrecke.

Nicht in Wien, Stockholm oder Ulm: Die Europameister im Duathlon über die Mitteldistanz werden an diesem Sonntag in St. Wendel gekürt. "Wir haben uns bei der Kandidaten-Auswahl der Europäischen Triathlon-Union (ETU) gegen namhafte Mitbewerber durchsetzen können", sagt St. Wendels Bürgermeister Peter Klär stolz. Die Generalprobe hatten die städtischen Organisatoren im Vorjahr mit der Durchführung der Powerman-World-Series bestanden. Allerdings waren damals nur 300 Teilnehmer über die Langdistanz am Start.

Vorgabe der ETU für die Austragung der Europameisterschaften über die Mitteldistanz mit seinen zehn Kilometer Laufen, 60 Kilometer Radfahren sowie zehn Kilometer Laufen war, dass der Start- und Zielbereich aus der Stadt verlagert wird. Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung ist an diesem Sonntag nun das St. Wendeler Sportzentrum. "Dort ist alles übersichtlicher für die Zuschauer. Der Start, die Wechsel und der Zieleinlauf - alles können die Zuschauer aus einer Position mitverfolgen. Zudem werden sie mit allen Informationen versorgt", erklärt Werner Klär, der gemeinsam mit Hansi Rauber bei der Stadt als Renndirektor fungiert. Die 20 Kilometer lange Radstrecke sei schneller und kompakter als die Schleife im Vorjahrs, meint Klär. "Wir fahren drei Mal durch die Stadtteile", teilt er mit. Die besten Plätze für Zuschauer seien entlang der engen Ortsdurchfahrt in Hoof. Die vier Mal zu bewältigende Laufrunde hat einen echten Knackpunkt im Profil: kernige 18 Prozent steigt die Piste hinauf zum Missionshaus an.

"Es ist von uns zwar mehr Einsatz in logistischer Hinsicht gefordert, aber die Mittel- ist uns lieber als die Langdistanz", stellt Bürgermeister Klär fest. Und wenn der Duathlon sich weiter etablieren werde, wolle man auch künftig Veranstaltungen anbieten.

Es seien bereits 500 Teilnehmer gemeldet, die Verantwortlichen der Stadt gehen von 700 Startern aus. "Eine Europameisterschaft ist schon eine Nummer", schwärmt der Stadtchef. In der Elite-Wertung kämpfen die Sportler um 10 000 Euro Preisgeld. Bei den Männern ragt Seppe Odeyn aus Belgien heraus, der Zweite der Weltrangliste und Sieger des letztjährigen Powermans in St. Wendel. Hinzu kommt Søren Bystrup, der Weltranglisten-Fünfte. Ebenfalls am Start ist Lokalmatador Sammy Schu aus Tholey. Der U25-Vize-Weltmeister startet für die deutsche Nationalmannschaft und hat sich für sein Heimrennen einiges vorgenommen. Bei den Frauen ist mit der Schweizerin Nina Brenn die aktuelle Nummer zwei der Weltrangliste am Start. Zum Favoritenkreis zählen auch Miriam van Reijen aus den Niederlanden und die Britin Emma Pooley. Die 34-Jährige gewann in den vergangenen drei Jahren in Folge den Weltmeistertitel auf der Langdistanz. Für Deutschland geht die zweifache nationale Langdistanz-Meisterin Kathrin Esefeld ins Rennen.

Zum Thema:

Europameisterschaft im POWERMAN-DUATHLON: Samstag: 18 Uhr: Einmarsch der Nationen auf dem Schlossplatz St. Wendel. 19 Uhr: EM-Party im Saalbau. Sonntag: 6.30 Uhr: Ausgabe der Startnummern und Nachmeldungen in der Halle des Sportzentrums. 9 Uhr: Start Frauen Elite. 9.15 Uhr: Start Männer Elite. 9.35 Uhr: offenes Rennen.