Das muss gefeiert werden

Die Internationalen Jazztage in St. Wendel feiern ihren 25. Geburtstag. Wiederholungstäter und Neuentdeckungen spielen bei den Festivaltagen die am Freitag gestartet sind uns noch bis 20. September eine Reihe von avantgardistischen Ständchen bieten. Jetzt heißt es: "25 Jahre WND Jazz - 25. Internationale St. Wendeler Jazztage". Aber, ist das Team des St. Wendeler Jazzförderkreises nach 25 Jahren müde geworden, etwas originär Neues in der Szene für die internationalen Jazztage zu entdecken? Beim oberflächlichen Blick in das Programmheft kann der Eindruck entstehen. Einige Namen von Wiederholungstätern tauchen darin auf, doch mit einer Wiederaufbereitung von tausend Mal Gehörtem hat die diesjährige Besetzungsliste wenig am Hut. Festivalleiter Ernst "Ernesto" Urmetzer erklärt die Idee, die dahinter steckt: "Es ist eine Art Rückblick mit Künstlern, die schon einmal im Programm waren und jetzt mit einem völlig neuem Programm wiederkommen." Seine Neuentdeckungen präsentiert der Jazzförderkreis am zweiten Wochenende der Geburtstagsfete. Wie an der Jazztage-Premiere im Jahre 1989 eröffneten Susan (Gitarre) und Peter Weinert (Bass) das Festival. Zum Prolog am Freitag jazzte das Ehepaar aus Neunkirchen/Saar gemeinsam mit dem polnischen Saxofonisten Andrezej Olejniczak im Kurhaus Harschberg (Harschberger Hof). Dazu stellte der Koblenzer Fotograf Peter Meurer eine Kollektion von Jazzbildern aus, die "direkt in die Seele gehen". Als "weltbesten Kontrabassisten" bezeichnet Festivalleiter "Ernesto" Urmetzer den Franzosen Renaud Garcia-Fons. Der Echo-Preisträger 2010 vermischt bei seinem Auftritt am 18. September, 20 Uhr, im St. Wendeler Saalbau mediterrane Klangfarben, andalusischen Flamenco und syrischen Folk mit Klassik und Jazz . Die Niederländerin Masha Bijlsma zählt zu den großen Jazzsängerinnen der Gegenwart. Verstärkt hat die Diva ihr Begleittrio namens Bones mit zwei Spitzen-Posaunisten. Die Formation präsentiert ab 21.30 Uhr vokalorientierten Swing. Die Formation 17 Hippies (zwölf Musiker aus Berlin) haben sich für den 19. September, 20 Uhr, angesagt. Dann soll es im Saalbau hoch hergehen. Die 17 Hippies spielen Balkanmusik, französische Chansons, anglo-amerikanischen Pop, Rock, Fusion, Brass- und Marching-Sound in einem Abwasch. Beim "Jazz for Kids" am Sonntag, 20. September, ab 11 Uhr im Saalbau, macht sich "Inspektor Maus" im gleichnamigen Käsekrimi auf die Jagd nach einem Käsedieb - dazu spielt das mit Preisen geschmückte Münchener Panama Jazz Ensemble. "Es ist saarlandweit das einzige Jazz-Kinderkonzert", sagt Urmetzer. Der Käsekrimi, so der Festivalleiter, sei dermaßen geschickt arrangiert und würde demzufolge auch für die Erwachsenen einen Höhepunkt darstellen. Bei der Jagd nach innovativen Neuentdeckungen ist der Jazzförderkreis in New York fündig geworden. Von dort kommt das Trio des israelischen Pianisten Shai Maestro. Es verschmelzt Elemente aus Jazz , Klassik, Pop und traditioneller israelischer Musik miteinander (20. September, 19 Uhr, Saalbau). Zum Festivalfinale gibt es ab 20.30 Uhr einen weltmusikalischen Trip mitten ins Herz des Bosporus-Soul nach Istanbul mit dem türkischen Taksim Trio. "Jazz verbindet, öffnet Augen und Ohren für Neues und vermittelt zwischen den Kulturen", betont Ernst Urmetzer. Es sei für ihn ein großes Privileg, diese Begegnungen bereits zum 25. Mal mit den Jazztagen in St. Wendel populär machen zu dürfen. wndjazz.de

Die Internationalen Jazztage in St. Wendel feiern ihren 25. Geburtstag. Wiederholungstäter und Neuentdeckungen spielen bei den Festivaltagen die am Freitag gestartet sind uns noch bis 20. September eine Reihe von avantgardistischen Ständchen bieten. Jetzt heißt es: "25 Jahre WND Jazz - 25. Internationale St. Wendeler Jazztage".

Aber, ist das Team des St. Wendeler Jazzförderkreises nach 25 Jahren müde geworden, etwas originär Neues in der Szene für die internationalen Jazztage zu entdecken? Beim oberflächlichen Blick in das Programmheft kann der Eindruck entstehen. Einige Namen von Wiederholungstätern tauchen darin auf, doch mit einer Wiederaufbereitung von tausend Mal Gehörtem hat die diesjährige Besetzungsliste wenig am Hut. Festivalleiter Ernst "Ernesto" Urmetzer erklärt die Idee, die dahinter steckt: "Es ist eine Art Rückblick mit Künstlern, die schon einmal im Programm waren und jetzt mit einem völlig neuem Programm wiederkommen." Seine Neuentdeckungen präsentiert der Jazzförderkreis am zweiten Wochenende der Geburtstagsfete.

Wie an der Jazztage-Premiere im Jahre 1989 eröffneten Susan (Gitarre) und Peter Weinert (Bass) das Festival. Zum Prolog am Freitag jazzte das Ehepaar aus Neunkirchen/Saar gemeinsam mit dem polnischen Saxofonisten Andrezej Olejniczak im Kurhaus Harschberg (Harschberger Hof). Dazu stellte der Koblenzer Fotograf Peter Meurer eine Kollektion von Jazzbildern aus, die "direkt in die Seele gehen". Als "weltbesten Kontrabassisten" bezeichnet Festivalleiter "Ernesto" Urmetzer den Franzosen Renaud Garcia-Fons. Der Echo-Preisträger 2010 vermischt bei seinem Auftritt am 18. September, 20 Uhr, im St. Wendeler Saalbau mediterrane Klangfarben, andalusischen Flamenco und syrischen Folk mit Klassik und Jazz . Die Niederländerin Masha Bijlsma zählt zu den großen Jazzsängerinnen der Gegenwart. Verstärkt hat die Diva ihr Begleittrio namens Bones mit zwei Spitzen-Posaunisten. Die Formation präsentiert ab 21.30 Uhr vokalorientierten Swing.

Die Formation 17 Hippies (zwölf Musiker aus Berlin) haben sich für den 19. September, 20 Uhr, angesagt. Dann soll es im Saalbau hoch hergehen. Die 17 Hippies spielen Balkanmusik, französische Chansons, anglo-amerikanischen Pop, Rock, Fusion, Brass- und Marching-Sound in einem Abwasch. Beim "Jazz for Kids" am Sonntag, 20. September, ab 11 Uhr im Saalbau, macht sich "Inspektor Maus" im gleichnamigen Käsekrimi auf die Jagd nach einem Käsedieb - dazu spielt das mit Preisen geschmückte Münchener Panama Jazz Ensemble. "Es ist saarlandweit das einzige Jazz-Kinderkonzert", sagt Urmetzer. Der Käsekrimi, so der Festivalleiter, sei dermaßen geschickt arrangiert und würde demzufolge auch für die Erwachsenen einen Höhepunkt darstellen. Bei der Jagd nach innovativen Neuentdeckungen ist der Jazzförderkreis in New York fündig geworden. Von dort kommt das Trio des israelischen Pianisten Shai Maestro. Es verschmelzt Elemente aus Jazz , Klassik, Pop und traditioneller israelischer Musik miteinander (20. September, 19 Uhr, Saalbau). Zum Festivalfinale gibt es ab 20.30 Uhr einen weltmusikalischen Trip mitten ins Herz des Bosporus-Soul nach Istanbul mit dem türkischen Taksim Trio.

"Jazz verbindet, öffnet Augen und Ohren für Neues und vermittelt zwischen den Kulturen", betont Ernst Urmetzer. Es sei für ihn ein großes Privileg, diese Begegnungen bereits zum 25. Mal mit den Jazztagen in St. Wendel populär machen zu dürfen.

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Bosporus-Soul mit dem türkischen Taksim-Trio. Foto: Agentur f-cat, Berlin Foto: Agentur f-cat, Berlin
Das Susan Weinert Trio war schon bei der Festival-Premiere dabei und eröffnete am Freitag die Jubiläumsveranstaltung. Foto: Uwe Bellhäuser Foto: Uwe Bellhäuser
Renaud Garcia-Fons streicht den Kontrabass. Foto: Ernst Urmetzer Foto: Ernst Urmetzer
Das Shai Maestro Trio setzt den Schlusspunkt. Foto: Xavier Chauvet Foto: Xavier Chauvet
Masha Bijlsma tritt mit den Bones auf. Foto: letsje de Leeuw Foto: letsje de Leeuw
Das Panama Ensemble entzückt am Sonntagvormittag mit einem Kinderkonzert. Foto: Franz-David Baumann Foto: Franz-David Baumann
Ideengeber und Festivalleiter „Ernesto“ Urmetzer. Foto: Leo Baureis Foto: Leo Baureis

Zum Thema:

Auf einen BlickTicket-Vorverkauf: Freitag, 18. September, 20 Uhr, Renaud Garcia-Fons, Masha Bijlsma & Bones, Saalbau: 24/13 Euro; Samstag, 19. September, 20 Uhr, 17 Hippies , Saalbau: 20/13 Euro; Sonntag, 20. September, 11 Uhr, Panama Ensemble Jazz for Kids, Saalbau: Familienticket 10 Euro (2 Erwachsene und Kinder); Sonntag, 20. September, 19 Uhr, Shai Maestro Trio und Taksim Trio, Saalbau: 26/13 Euro. Abendkasse jeweils plus 4/2 Euro. red Vorverkauf: Tel. (06 51) 9 79 07 77www.ticket-regional.de