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Das i-Tüpfelchen bleibt Jana versagtTV Bliesen siegt im Männer-Finale

Das i-Tüpfelchen bleibt Jana versagtTV Bliesen siegt im Männer-Finale

Saarwellingen. Schlappe drei Euro kostete die Eintrittskarte zum Endturnier um den Saarlandpokal. Wenig Geld, für das die 350 Zuschauer in der Saarwellinger Sporthalle am Schäferpfad viel Volleyball geboten bekamen. 125 Minuten dauerte das Finale der Männer, in dem der neue Pokalsieger TV Bliesen gegen den TV Klarenthal über fünf Gewinnsätze ging

Saarwellingen. Schlappe drei Euro kostete die Eintrittskarte zum Endturnier um den Saarlandpokal. Wenig Geld, für das die 350 Zuschauer in der Saarwellinger Sporthalle am Schäferpfad viel Volleyball geboten bekamen. 125 Minuten dauerte das Finale der Männer, in dem der neue Pokalsieger TV Bliesen gegen den TV Klarenthal über fünf Gewinnsätze ging. Mit 2:0 Sätzen (28:26, 25:20) lag Bliesen schon in Front und sah wie der sichere Sieger aus. Doch Klarenthal kämpfte, holte sich Satz drei mit 25:21 und wehrte im vierten Satz fünf Matchbälle ab. Unter dem Jubel seiner Fans gelang dem Außenseiter schließlich der 2:2-Satzausgleich. "Ein tolles Spiel. Die Klarenthaler haben wider Erwarten stark gespielt", schwärmte Erhard Rubert. Im Tiebreak erlebte der Präsident des Saarländischen Volleyballverbandes (SVV) dann aber auf der Tribüne mit, wie der TVK-Truppe langsam die Kraft ausging (15:6). Von der Kulisse in Saarwellingen war der SSV-Präsident begeistert: " Der Verband und Ausrichter TV Saarwellingen können sehr zufrieden sein." rosSaarwellingen/Lebach. Jana Ligensa ist traurig. Vor wenigen Minuten hat die 36 Jahre alte Volleyballerin mit dem TV Lebach das Saarlandpokal-Finale verloren. Nun ist die 0:3-Niederlage (16:25, 23:25, 16:25) des Regionalligisten gegen Zweitligist TBS Saarbrücken keine Schande. Schon die Endspiel-Teilnahme in der Saarwellinger Sporthalle am Schäferpfad war ein großer Erfolg. Trotzdem wirkt die stets gut gelaunte Diagonal-Angreiferin irgendwie nachdenklicher als sonst. "Es war mein letztes Pokal-Finale. Da wäre ein Sieg natürlich schön gewesen", seufzt sie. Mit ihrem Ex-Klub TV Hülzweiler hat Jana Ligensa schon einige Pokalerfolge feiern dürfen. Der TV Lebach stand in den vergangenen vier Jahren drei Mal im Endspiel, siegreich waren die Theelstädterinnen aber noch nie. Der Pott mit dem TVL vor dem beabsichtigten Karriere-Ende - das wäre das i-Tüpfelchen auf Ligensas langer Volleyball-Karriere gewesen. Doch es kam anders. Die 350 Zuschauer auf den Rängen sahen einen druckvollen Beginn des Favoriten. Die 2:3-Niederlage am Vortag im Zweitliga-Spiel in Lohhof schien der TBS gut verkraftet zu haben. "Punkt! Punkt!", skandierten die Saarbrücker Fans bereits nach 25 Minuten (24:16) und forderten den Gewinn des ersten Satzes. TBS-Mittelblockerin Jessica Krick kam dem Appell nach einem Pass von Zuspielerin Christina Alles umgehend nach und erschmetterte den nötigen Punkt. "Wir wollten an die aufsteigende Leistung in der Runde anknüpfen. Das ist uns gelungen", sagte TBS-Trainer Christian Thewes, der eigentlich nie Angst um den Sieg haben musste. Seine stärkste Phase hatte der TVL, der am Vortag sein Regionalliga-Heimspiel gegen Tabellenführer Bad Soden mit 0:3 verloren hatte, im zweiten Satz. Ligensa und Co. gaben keinen Ball verloren und lieferten dem TBS einen offenen Schlagabtausch (7:8, 16:18, 19:19, 22:22). Nach 50 Minuten war es dann aber doch passiert: Mit einem Angriffs-Hammer machte Maike Herrmann für den TBS den Punkt zur 2:0-Führung. Als Lebach im dritten Durchgang bei einem 4:11-Rückstand den längsten Ballwechsel des Matches gewann, und Routinier Karina Leuck mit einer Angabenserie auf 8:11 verkürzte, keimte im TVL-Lager kurz Hoffnung auf. Doch fünf Minuten später führte der Favorit wieder mit 19:13. Die Vorentscheidung war gefallen. "Bei uns hat die Abstimmung auf dem Feld nicht gestimmt. Der TBS hat einen großen Block. Da muss man erst mal durchkommen", sagte Ligensa zu den Gründe für die Niederlage.Den Größenvorteil des TBS sah auch Nicole Surkovic als spielentscheidend an. "Zwischenzeitlich hat uns Lebach das Leben schwer gemacht. Am Ende war der Sieg aber deutlich", sagt die TBS-Libera. Jana Ligensa konnte nach ihrem letzten Pokal-Finale den Frust dagegen nicht verbergen: "Ich bin sehr enttäuscht. Wir hätten uns heute besser präsentieren müssen", sagte die Lebacherin. d