„Das hat uns heute enorm geholfen“

„Das hat uns heute enorm geholfen“

Der 1. FC Saarbrücken hat auch in seinem dritten Testspiel einen guten Eindruck hinterlassen. In St. Wendel siegte der FCS vor rund 600 Zuschauern mit 2:1 gegen den FSV Frankfurt. Trainer Dirk Lottner sieht sein Team auf einem guten Weg.

Zweitliga-Absteiger FSV Frankfurt , der in der abgelaufenen Runde vom früheren FCS-Trainer und Spieler Falko Götz trainiert wurde, gastierte am Freitag als Testspielgegner des 1. FC Saarbrücken im St. Wendeler Sportzentrum. Nach der Trennung von Götz ist es die Aufgabe des 42-jährigen Roland Vrabec, den Verein in die 2. Fußball-Bundesliga zurückzuführen. Der gebürtige Frankfurter machte sich als Trainer des FC St. Pauli in der 2. Liga schon einen Namen. Und als Co-Trainer kam jemand, der im Saarland ein alter Bekannter ist: Thomas Stickroth. Der 51-Jährige spielte zwischen 1991 und 1995 für den FCS.

Der FCS dreht die Partie

Wie wichtig der Regionalligist das Spiel nahm, zeigt folgende Tatsache: Im Team der Malstatter fehlten lediglich Dennis Wegner (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Marco Meyerhöfer (Innenbandriss) sowie der an den Adduktoren verletzte Johannes Roßfeld.

Den ersten Treffer der Begegnung erzielte jedoch Frankfurts Mittelstürmer Cagatay Kader in der 32. Minute, nachdem er einen Fehler von Alexander Hahn ausnutzte. Der FCS schlug aber noch vor der Pause zurück. Patrick Schmid verwandelte im Nachsetzen. Die Entscheidung fiel dann in der 78. Minute. Der eingewechselte Jens Meyer traf aus der Drehung heraus zum 2:1 für Saarbrücken.

"Wir wollten früh in der Vorbereitung auf einen starken Gegner treffen, denn wir brauchen solche Spiele, um uns weiterzuentwickeln. Das hat uns heute enorm geholfen", freute sich FCS-Trainer Dirk Lottner über den gelungenen Auftritt seines Teams. "Wir waren vorne effektiv, wir haben in dem Bereich Qualität und haben das heute auch ausgespielt."

FSV-Fan Gerd-Josef Dohr aus Bornheim war hingegen nicht zufrieden. "Wir fahren in Deutschland auch zu den Testspielen des FSV. Wir wollten das neue Team heute mal sehen, und dazu haben wir St. Wendel auch noch kennengelernt. Aber was wir auf dem Feld von unserer Mannschaft gesehen haben, hat uns nicht so gefallen."

Ganz anders war die Stimmung bei Heino Schmidt, dem Jugendtrainer des FC St. Wendel und Organisator des Spiels. Rund 600 Zuschauer waren ins Sportzentrum gekommen, trotz der relativ frühen Anstoßzeit von 17.30 Uhr.

Weiteres Top-Spiel steht an

"Der Kontakt lief über den neuen FCS-Sportdirektor Marcus Mann und FSV-Manager Roland Benschneider, der früher bei der SV Elversberg war. Die beiden haben sich dann kurzgeschlossen", erklärte er, wie es zu dem Spiel gekommen war.

Zufrieden dürfte auch Torsten Morsch gewesen sein. Er ist für die in Birkenfeld ansässige Stefan-Morsch-Stiftung tätig, die eine bundesweite Knochenmark- und Stammzellendatei mit 380 000 potenziellen Spendern führt. Zugunsten der Stiftung findet am Samstag, 6. August, um 16 Uhr in St. Wendel ein Revier-Derby zwischen den Traditionsteams des FC Schalke 04 und Borussia Dortmund statt. "Es werden zahlreiche bekannte Spieler hier sein, und es wird auch eine Typisierungsaktion durchgeführt. Heute haben wir schon einige Eintrittskarten verkauft", sagte Morsch.