Dank an die Barbarabrüder

Auch wenn der Bergbau im Saarland offiziell ausgelaufen ist, besteht die Tradition der Feiern zum Barbaratag weiter. Auch in Bliesen wurde zu Ehren der Schutzpatronin gefeiert; zudem wurden Mitglieder geehrt.

Die St.-Barbara-Bruderschaft Bliesen und die IGBCE-Ortsgruppe St. Wendel hatten im Anschluss an eine Heilige Messe mit Präses Klaus Leist und Diakon Andreas Czulak zur Barbarafeier ins Gemeindezentrum Bliesen eingeladen. "Wenn auch der saarländische Steinkohlebergbau nun schon seit mehr als drei Jahren beendet ist, besteht unsere Tradition auch heute noch weiter. Deshalb habe ich mich sehr darauf gefreut, mich mit den Kollegen und Kumpel hier zu treffen, gemeinsam zu plaudern und einen unterhaltsamen Abend zu verbringen", erklärte Wolfgang Theis, der seit einem Jahr Vorsitzender der St.-Barbara-Bruderschaft Bliesen ist. "In diesem ersten Jahr meiner Amtszeit als Vorsitzender war ich über die Vielzahl der Veranstaltungen unserer Bruderschaft erstaunt", lobte Theis und zeigte innerhalb einer Bilderpräsentation Jahresrückblicke von Veranstaltungen und Ereignissen. So etwas könne nur durch engagierte Mitglieder erreicht werden. "Und dafür wollen wir nun Danke sagen", sagte Theis und überreichte mit Präses Klaus Leist, dem Ehrenvorsitzenden Herbert Weber und dem Stellvertreter Gottfried Scholl Urkunden an langjährige Mitglieder. Walter Stoll erhielt eine Auszeichnung für 40 Jahre Treue, Alexander Funk, Christoph Gillen, Frank Fries, Jörg Schmidt, Andreas Wagner, Volker Schuh und Marco Schmidt für 25 Jahre Treue.

2016 feiert die St.-Barbara-Bruderschaft Bliesen am Barbaratag ihr 145-jähriges Bestehen. Im März findet zudem die Delegiertenversammlung der St.-Barbara-Bruderschaften im Bistum Trier in der Sport- und Kulturhalle Bliesen statt. Dazu sind Vertreter aus rund 40 Bergmannsvereinen aus der Region eingeladen.

Die St.-Barbara-Bruderschaft Bliesen und die IGBCE-OG St. Wendel sind Mitglied im Förderverein Erbe-Bergbau-Saar. Dort geht es nun mit dem Bau des Saarpolygons los. Nach langer Vorbereitungs- und Planungszeit wurde mit den Fundamenten begonnen. Die Aufbauarbeiten werden im Frühjahr starten. Binnen sechs Monaten soll das Saarpolygon auf der Halde in Ensdorf als Wahrzeichen des Bergbaus an der Saar stehen.