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Da schwärmt sogar der TrainerBliesen setzt sich in einem schwachen Herren-Finale durch

Da schwärmt sogar der TrainerBliesen setzt sich in einem schwachen Herren-Finale durch

Saarwellingen. Der TV Bliesen hat sich am Sonntag in der Sporthalle am Schäferpfad in Saarwellingen zum zweiten Mal in Folge den Saarlandpokal im Volleyball erkämpft. Die Mannschaft von TVB Trainer Michael Schu konnte sich mit 3:1 (20:25, 25:23, 25:14, 28:26) gegen den Oberliga-Konkurrenten TV Klarenthal durchsetzen

Saarwellingen. Der TV Bliesen hat sich am Sonntag in der Sporthalle am Schäferpfad in Saarwellingen zum zweiten Mal in Folge den Saarlandpokal im Volleyball erkämpft. Die Mannschaft von TVB Trainer Michael Schu konnte sich mit 3:1 (20:25, 25:23, 25:14, 28:26) gegen den Oberliga-Konkurrenten TV Klarenthal durchsetzen. "Wenn man sich unsere Leistung im Halbfinale gegen den Regionalligisten Schwarzenholz/Griesborn dagegen ansieht, war das heute ganz schwach", kommentierte Bliesens Routinier Gerd Rauch das Finale, das insgesamt auf keinem sonderlich hohen Niveau ausgetragen wurde. Beide Mannschaften leisteten sich enorm viele Eigenfehler. "Bei der Qualität der Aufschläge verliert man schon Haare", urteilte Trainer Schu. Mittelblocker Matthias Pons hatte den Grund für den Auftritt seiner Mannschaft schnell gefunden: Das Oberliga-Derby beider Teams keine 20 Stunden vor dem Finale. "Das war der Knackpunkt", sagte Pons, "da waren wir hochgradig souverän". In nur 54 Minuten schossen die Bliesener den TVK mit 3:0 (25:14, 25:13, 25:15) aus dessen eigener Halle. cor Saarlouis/Saarwellingen. Sie hatten sich auf ein langes, hartes Wochenende eingestellt - am Ende zeigten die Volleyballerinnen der VSG Saarlouis wie man auch mit "Kurzarbeit" äußerst erfolgreich sein kann. Zunächst fegte das Team von Trainer Gilbert Pohl am Samstag in eigener Halle in Schwalbach den Regionalliga-Tabellenführer SSG Etzbach in nur 54 Minuten mit 3:0 (25:17, 25:10, 25:12) vom Feld, dann holten sich die Saarlouiserinnen am Sonntag in rekordverdächtigen 49 Minuten den Saarlandpokal-Sieg gegen den TBS Saarbrücken II - ebenfalls ganz glatt mit 3:0 (25:9, 25:12, 25:15). "Ich bin ja wirklich nicht dafür bekannt, mit Komplimenten um mich zu werfen, aber was wir am Samstag gespielt haben, war schon richtig gut", lobte Gilbert Pohl seine Mädels. "Und am Sonntag haben wir nahtlos daran angeknüpft." Dabei sah es gegen Etzbach zu Beginn der Partie absolut nicht nach einem klaren Erfolg aus. Die Gäste führten schnell mit 5:1, und Pohl nahm eine Auszeit. Von da an lief es aber bei der VSG. Etzbach wurde mit guten Aufschlägen unter Druck gesetzt, kam gegen die gute Block- und Abwehrarbeit der Saarlouiserinnen nicht mehr zum Zug. Auch eine Umstellung der Etzbacher im Angriff konnte die bärenstarken Gastgeber nicht mehr stoppen. Kaum 20 Stunden nach dem Liga-Erfolg demonstrierte die VSG erneut ihre Stärken. In der Sporthalle am Schäferpfad überrollten die Saarlouiserinnen vor gut 500 Zuschauern im Pokalfinale den Regionalliga-Aufsteiger TBS II, gegen den sie sich in der Liga zum Saisonauftakt beim 2:3 noch schwer getan hatten. Nach nur 13 Minuten war diesmal der erste Satz zu Ende - beim 25:9 für die VSG sah die erfahrene Mannschaft aus der Landeshauptstadt aus, wie ein Hobbyteam. Und Saarlouis ließ nicht nach. Aus der beeindruckenden Mannschaftsleistung ragte eine 17-Jährige noch heraus: Svenja Conrad. Mit ihren knallharten Aufschlägen zog sie der gegnerischen Annahme auch den letzten Zahn. "Das hat richtig gut geklappt, verdammt cool", sagte die Schülerin des Gymnasiums am Stadtgarten nach der Partie. "Wenn man bedenkt, wie lange die schon spielen und in welch' hohen Ligen die gespielt haben. Das ist schon unglaublich."Conrad war erst im Sommer aus Saarwellingen zur VSG gewechselt, das Pokalfinale in der alten Heimat war für sie ein besonderes Erlebnis. Genau wie für Nadine Deller. Die mit 1,59 Metern kürzeste der "VSG-Kurzarbeiterinnen" spielte in der letzten Saison noch beim TBS II. "Natürlich ist man da besonders motiviert. Aber das sollte man doch gegen jeden Gegner sein", sagte Deller, die nach dem 25:12 im zweiten und 25:15 im dritten Satz doch noch einen kleinen Grund zu meckern fand: "Warum bekommen die Frauen bei der Siegerehrung immer Sekt? Mir wäre Bier viel lieber gewesen." Das gibt es vielleicht in 14 Tagen, wenn die VSG in eigener Halle den Südwestpokal ausrichtet.Die Damen des TV Lebach unterlagen in der Regionalliga bei Titelkandidat Speyer mit 0:3. In allen Sätzen hielt Lebach lange gut mit, musste sich dann aber aufgrund von leichten Fehlern geschlagen geben. Trainerin Marion Schwinn sprach von einer "aufsteigenden Tendenz" beim Tabellenvorletzten.