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CDU rückte aus, um Winterbach zu verschönern

Verschönerungsaktion in Winterbach : Sie wollen mit gutem Beispiel vorangehen

„Anpacken für Winterbach“ – unter diesem Motto will die CDU Verschiedenes realisieren. Jetzt fiel der Startschuss zur Aktion am Nepomuk-Dorfbrunnen.

Die Mitglieder des CDU-Ortsverbandes Winterbach wollen in den kommenden Monaten verschiedene Projekte angehen, um das Dorf lebens- und liebenswerter zu machen. „Anpacken für Winterbach“ – unter diesem Motto gab es nun die die erste Aktion. Die CDUler nahmen die Anlage am Nepomuk-Dorfbrunnen in Angriff. „Unser Ziel bleibt ein Dorf, in dem sich die Menschen aller Generationen wohlfühlen und auch gerne leben. Wir sind ein lebendiges Dorf, was auch zukünftig so bleiben soll“, betont die stellvertretende Ortsvorsteherin Natalie Zöhler. Ausgestattet mit Gartenhacke, Rechen, Schaufel und Pinsel brachten die Helfer unter ihrer Anleitung das Umfeld des Brunnens auf Vordermann. In Zusammenarbeit mit dem Bauhof und in Abstimmung mit dem Friedhofsamt der Stadt St. Wendel gab es bereits zuvor eine Bepflanzungs- und Baumschnittaktion. „Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen und Taten folgen lassen“, hebt  Zöhler hervor. So wurde nun ergänzend zu den städtischen Arbeiten in der Brunnenanlage die Säuberungsaktion mit fleißigen Händen (Sandra und Paul Freiberger, Tim Zöhler, Bastian und Natalie Zöhler, Michael Morsch, Christian Klassen) realisiert. Die Freiwilligen entfernten das Unkraut und setzten Blumenakzente. Außerdem strichen sie die Sitzbänke. Renoviert wurde auch das Dach des Dorfeingangsschildes in Richtung Bliesen.

An der Hintereck-Straße gibt es den letzten alten Winterbacher Dorfbrunnen. Er ist ein Überbleibsel aus der einst vom bäuerlichen Leben geprägten Kultur. Dorfbrunnen waren allen zugänglich. Sie führten gutes Trinkwasser, das meist aus höher gelegenen Brunnenstuben reichlich zugeflossen ist. Selbst nach dem Bau der Wasserleitungen blieben die Dorfbrunnen erhalten. Erst mit der fortgeschrittenen Technisierung und dem Aussterben der kleinbäuerlichen Betriebe verschwanden die Brunnen nach und nach. 1960 entschlossen sich Pfarrer Karl Behrens und Bürgermeister Alban Braun aus Winterbach, gemeinsam den alten Brunnen im Hintereck vor dem Verfall zu bewahren und ihm ein besonderes Erscheinungsbild zu geben. Der neue Brunnen sollte  ein Ort der Besinnung und der Ruhe sein. Eine Statue des Wasserheiligen wollten sie aufstellen und dem Brunnen so einen  besonderen Charakter geben. Er sollte zum Nachdenken anregen. Man entschied sich für das Werk eines jungen Künstlers aus dem Elsass. Raymond Keller aus Molsheim meißelte aus grauem Sandstein die Skulptur des heiligen Nepomuk. Der Nepomuk legt den Zeigefinger der rechten Hand auf den Mund. Eine Geste, die Schweigen vorgibt. Sie gilt nicht dem fröhlichen Plaudern auf den Bänken der beschaulichen Brunnenanlage. Vielmehr soll sie auf die entschiedene Haltung des Heiligen in Glaubensfragen hinweisen und an seinen gewaltsamen Tod erinnern. Eine Legende weiß zu berichten, dass er sich weigerte, das priesterliche Beichtgeheimnis zu brechen, so eine CDU-Sprecherin. Zur Strafe wurde er 1393 von der Moldaubrücke zu Prag in den Fluss gestürzt. Seither gilt er als der Heilige des Wassers.