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CDU: Die Unterstützung der Ehrenamtlichen funktioniert

CDU: Die Unterstützung der Ehrenamtlichen funktioniert

Eine stärkere hauptamtliche Unterstützung der Ehrenamtlichen, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, hat der SPD-Kreisvorsitzende Magnus Jung gefordert (wie berichtet). Bislang tragen nach seiner Ansicht die Ehrenamtlichen die Hauptlast der Betreuung.

Jung sprach sich für einen Einsatz von zusätzlich ausgebildeten Mitarbeitern der Sozialverwaltung des Landratsamtes aus.

Dem widerspricht die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Ruth Meyer . Die Unterstützung für Flüchtlinge und Ehrenamtliche im Landkreis St. Wendel sei vorbildlich, so MeyerNach ihrer Auffassung ist in keinem Bundesland die Hauptamtlichkeit so gut aufgestellt wie im Saarland, von der Steuerung im Innen- und Sozialministerium über die Erstaufnahmestelle in Lebach bis zur Unterbringung in den Kreisgemeinden. Meyer: "Und in keinem Landkreis funktioniert die Koordination und notwendige Unterstützung der Ehrenamtlichkeit so gut wie im Landkreis St. Wendel ." Diese Strukturen seien angesichts der täglich neuen Herausforderungen auf allen Ebenen permanent auszubauen und zu unterstützen. Die Resonanz der Ehrenamtler auf die Veranstaltungen der letzten Tage, die Benefizgala in St. Wendel sowie die Informationsveranstaltung des Sozialministeriums für mehr als 200 Haupt- und Ehrenamtler habe gezeigt: "Wir sind absolut auf dem richtigen Weg. Wir schaffen Wohnraum, verteilen schnell und persönlich und vermitteln frühstmöglich in Sprachkurse sowie auf den Arbeitsmarkt. Dabei leisten auch die hauptamtlichen Asylbegleiter und Integrationslotsen der Wohlfahrtsverbände wertvolle Hilfe."

Natürlich gebe es auch Bedarfe: Dringend benötigt würden insbesondere weitere Fördermittel zur Unterstützung dieser Strukturen sowie zur Wohnraumförderung. Was die Veranstaltungen der letzten Tage gezeigt hätten, so die CDU-Politikerin: "Es fehlt den Ehrenamtlichen vor allem an Übersetzern und Informationsplattformen in Englisch und Arabisch." Das Ministerium habe bereits eine entsprechende Broschüre herausgebracht und werde diese zu einem Flüchtlingsatlas weiterentwickeln, dem alle wichtigen Informationen und Ansprechpartner verständlich zu entnehmen sind. So seien die Ressourcen sicher besser eingesetzt als durch den Aufbau weiterer Bürokratie.