1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. St. Wendel

Bundesliga-Dreiband: BC St. Wendel startet mit zwei Heimspielen

Dreiband-Bundesliga : Zum Auftakt kommt gleich ein Titelkandidat

Die Queue-Künstler des BC St. Wendel starten mit zwei Heimspielen in die Bundesliga-Saison. Neuzugang sagt wegen Pandemie ab.

Saisoneröffnung mit zwei Heimpartien für den BC St. Wendel: An diesem Samstag, 14 Uhr, trifft der Dreiband-Bundesligist im Spiellokal „Billard für alle“ zunächst auf den Liga-Neuling BC Xanten. Am Sonntag ab 11 Uhr geht es dann gegen einen der Topfavoriten auf die Meisterschaft, den BC Weywiesen Bottrop. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen weiterhin die Bundesligazugehörigkeit sichern. Aber einfach wird das in dieser Saison nicht, da viele Mannschaften mit Weltklassespielern besetzt sind“, meint St. Wendels Teammanager Rainer Selgrath.

Als im März die Spielzeit 2019/20 coronabedingt abgebrochen werden musste, standen die Queue-Künstler aus der Kreisstadt auf einem Abstiegsplatz. Da der Dachverband, die Deutsche Billard-Union (DBU), aber den Endstand nach der Hinrunde gewertet hat, blieb der BC als Tabellensiebter weiterhin erstklassig. „Deshalb ist es ein Geschenk für uns, weiter in der Bundesliga spielen zu dürfen“, sagt Selgrath.

Dabei geht der BC – zumindest am Wochenende – mit unverändertem Quartett an den Tisch. „Gegen den Aufsteiger Xanten müssen wir daheim punkten, dagegen ist Weywiesen mit dem mehrfachen Welt- und Europameister Torbjörn Blomdahl schon eine große Nummer und wird als Mitfavorit auf den Titel gehandelt. Aber in der vergangenen Saison haben wir in Heimspielen auch gegen Topmannschaften wie Magdeburg gewinnen können“, ist der Teammanager optimistisch.

Zumal die Akteure bei den Spielen in der vergangenen Saison an Selbstvertrauen gewonnen haben – und merkten, dass sie in der Bundesliga mithalten können. „Deshalb sollten wir jetzt gefestigter sein als im Vorjahr“, findet Selgrath. Die Nummer eins ist weiterhin der 45-jährige Franzose Jéróme Barbeillon, der im 21. Jahr für den BC spielt. „Er hat sich zuhause in der Nähe von Paris auf die Saison vorbereitet“, berichtet Selgrath.

An Nummer zwei war eigentlich der belgische Neuzugang Frederic Mottet vorgesehen, doch der hat seinen Auslandseinsatz wegen der Corona-Pandemie abgesagt und will zunächst nur in der belgischen Liga antreten. Für Mottet setzt sich Radovan Hajék (40) in seinem tschechischen Heimatort Ostrau ins Auto und fährt die rund 1000 Kilometer bis nach St. Wendel. „Er verfügt über genügend Wettkampfpraxis“, weiß Selgrath. Am vergangenen Wochenende ist Hajek bei den tschechischen Dreiband-Meisterschaften erst im Halbfinale gegen den späteren Titelträger Martin Bohac ausgeschieden.

Die Dauerbrenner Lutz Schwab aus Zweibrücken und Daniel Schwerdtfeger aus Saarbrücken komplettieren wie in den zurückliegenden Spielzeiten das Team. „Lutz hat in St. Wendel und Daniel in St. Arnual trainiert“, berichtet Selgrath. Überhaupt war das Training in Billardlokalen wegen der Corona-Auflagen lange Zeit nicht möglich. „Wir haben unser Spiellokal eigens zum Vereinsheim umwidmen müssen, damit ein Trainingsbetrieb gewährleistet werden konnte. Seit dem 1. September läuft jetzt wieder alles normal“, erzählt Selgrath. Beim Bundesliga-Auftakt am Wochenende dürfen auch Zuschauer mitfiebern, sofern der Mindestabstand eingehalten wird. Neben St. Wendel spielt der BC Elversberg als zweites Saarteam in der Dreiband-Bundesliga mit. Das Lokalderby steigt am 28. November in St. Wendel.