Brechdurchfall: Vermutlich waren Himbeeren Auslöser

Brechdurchfall: Vermutlich waren Himbeeren Auslöser

Bis zu 40 Patienten mussten wegen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall stationär im Birkenfelder Krankenhaus behandelt werden. Wegen der epidemischen Ausbreitung war das Gelände abgeriegelt. Jetzt wollen Experten womöglich ein Dessert für den Ausbruch ausfindig gemacht haben.

Ursache für den massenhaften Ausbruch von Magen-Darm-Infektionen könnten mit hochansteckenden Noro-Viren verseuchte Himbeeren einer Nachspeise in der Mensa der Birkenfelder Elisabeth-Stiftung gewesen sein. Das meldet ein Sprecher der Kreisverwaltung in der rheinland-pfälzischen Stadt (wir berichteten). Allerdings sei dies weiterhin trotz der abgeschlossenen Untersuchungen des Gesundheitsamtes und des Landesumweltamtes (LUA) in Landau nur eine Vermutung. Drei Speisen seien ausgemacht worden, die am 3. September in der Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) serviert worden seien - darunter das auffällige Dessert. Die Analysen weiterer Lebensmittel aus der Mensa-Küche dauerten noch an.

Wie der Sprecher weiter informiert, hatten andernorts mit Noro-Viren belastete Himbeeren bereits in der Vergangenheit für Brechdurchfall gesorgt.
Katastrophenalarm ausgelöst

In Birkenfeld waren vor knapp zwei Wochen 130 Patienten und Mitarbeiter der Klinik sowie des angeschlossenen Berufsförderungswerkes betroffen. Insbesondere Lehrgangsteilnehmer klagten bereits in der Nacht nach dem Verzehr in der Mensa über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. An die 40 Menschen mit ähnlichen Symptomen mussten zeitweise stationär behandelt werden. Der Landkreis löste darauf Katastrophenalarm aus, worauf Polizei und Feuerwehr das betroffene Gelände weiträumig abriegelten. Ein- und Ausgang war in dieser Zeit nur über eine einzige kontrollierte Pforte möglich. Lediglich Notfälle wurden ins Krankenhaus gelassen. Die Lage entspannte sich aber rasch. Lebensgefahr habe für niemanden bestanden, entwarnte noch während der Notsituation ein Sprecher.

Für die Elisabeth-Stiftung an der Grenze zum Saarland arbeiten auch viele Saarländer.