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Bliesen macht es richtig spannend TV Lebach unterliegt zum dritten Mal im Finale

Bliesen macht es richtig spannend TV Lebach unterliegt zum dritten Mal im Finale

Saarwellingen. Schlappe drei Euro kostete die Eintrittskarte zum Endturnier um den Saarlandpokal. Wenig Geld, für das die 350 Zuschauer in der Saarwellinger Sporthalle am Schäferpfad viel Volleyball geboten bekamen. 125 Minuten dauerte das Finale der Männer, in dem der neue Pokalsieger TV Bliesen gegen den TV Klarenthal über fünf Gewinnsätze ging

Saarwellingen. Schlappe drei Euro kostete die Eintrittskarte zum Endturnier um den Saarlandpokal. Wenig Geld, für das die 350 Zuschauer in der Saarwellinger Sporthalle am Schäferpfad viel Volleyball geboten bekamen. 125 Minuten dauerte das Finale der Männer, in dem der neue Pokalsieger TV Bliesen gegen den TV Klarenthal über fünf Gewinnsätze ging. Mit 2:0 Sätzen (28:26, 25:20) lag das Bliesener Team von Trainer Michael Schu schon in Front und sah wie der sichere Sieger aus. Doch Klarenthal kämpfte, holte sich Satz drei mit 25:21 und wehrte im vierten Satz fünf Matchbälle ab. Unter dem Jubel seiner Fans gelang dem Außenseiter schließlich der 2:2-Satzausgleich. "Ein tolles Spiel. Die Klarenthaler haben wider Erwarten stark gespielt. Als sich die Nervosität vor der großen Kulisse gelegt hatte, unterliefen ihnen wenig Fehler. Die Sätze drei und vier haben sie verdient gewonnen", schwärmte Erhard Rubert. Im Tiebreak erlebte der Präsident des Saarländischen Volleyball-Verbandes (SVV) dann aber auf der Tribüne mit, wie der TVK-Truppe langsam die Kraft ausging. Als im "Entscheidungsbringer" die Seiten gewechselt wurden, führte Bliesen fast uneinholbar mit 8:2. Nur fünf Minuten später hatten die Schu-Jungs beim Stand von 14:6 erneut Matchball. Und der sechste Versuch glückte: Der Angriffsschlag von Pascal Schweitzer prallte von Jan Dörrenbechers Einer-Block zurück ins Klarenthaler Feld. "Es war nicht einfach, uns aus dem Loch zu ziehen. Natürlich haben wir es für die Zuschauer auch absichtlich so spannend gemacht", grinste Diagonalangreifer Dörrenbecher später. Man habe sich das Leben unnötig schwer gemacht meinte dagegen Jannic Federspiel. "Wir haben es plötzlich nicht mehr geschafft, Klarenthal unser Spiel aufzudrängen", dachte der TVB-Kapitän besonders an den vierten Durchgang. "Bliesen war heute besser"Hier lag Klarenthal bereits mit 21:24 hinten und holte sich diesen Marathon-Satz doch noch mit 33:31. "Bliesen war heute die bessere Mannschaft. Uns hat am Ende die Kraft gefehlt, das Niveau zu halten und das Spiel komplett zu drehen", meinte Klarenthals Zuspieler Jendrik Bennoit. Den psychologischen Vorteil, die letzten zwei Sätze gewonnen zu haben, habe sein Team im Tiebreak nicht nutzen können, so Bennoit. Von der Kulisse in Saarwellingen war der SSV-Präsident begeistert: "Es zahlt sich aus, dass die Vereine wieder intensiver Jugendarbeit betreiben. Dadurch kommen mehr Leute in die Halle. Der Verband und Ausrichter TV Saarwellingen können sehr zufrieden sein." Saarwellingen/Lebach. Jana Ligensa ist traurig. Vor wenigen Minuten hat die 36 Jahre alte Volleyballerin mit dem TV Lebach das Saarlandpokal-Finale verloren. Nun ist die 0:3-Niederlage (16:25, 23:25, 16:25) des Regionalligisten gegen den Zweitligisten TBS Saarbrücken keine Schande. Schon die Endspiel-Teilnahme in der Saarwellinger Sporthalle am Schäferpfad war ein großer Erfolg. Trotzdem wirkt die immer gut gelaunte Diagonal-Angreiferin irgendwie nachdenklicher als sonst. "Es war mein letztes Pokal-Finale. Da wäre ein Sieg natürlich schöner gewesen", seufzt sie. Mit ihrem Ex-Klub TV Hülzweiler hat Jana Ligensa schon einige Pokalerfolge feiern dürfen. Der TV Lebach stand in den vergangenen vier Jahren drei Mal im Endspiel, siegreich waren die Theelstädterinnen aber noch nie. Der Pott mit dem TVL vor dem beabsichtigten Karriere-Ende - das wäre das I-Tüpfelchen auf Ligensas langer Volleyball-Karriere gewesen. Doch es kam anders. Die 350 Zuschauer auf den Rängen sahen einen druckvollen Beginn des Favoriten "Wir wollten auf die aufsteigende Leistung in der Runde anknüpfen. Ich glaube, das ist uns heute gelungen", sagte TBS-Trainer Christian Thewes. ros