Best of 20. Jahrhundert

Wer zählt zu den großen Musikern des 20. Jahrhunderts? Dieser Frage widmeten sich der Musikverein (MV) Lyra Bliesen und die Rock- und Popgruppe Varus. Die Antwort gab es zu hören in einem gemeinsamen Konzert in der Sport- und Kulturhalle Bliesen. Dabei boten sie einen Querschnitt durch verschiedene Jahrzehnte und Musikrichtungen.

Zum Auftakt spielt das Jugendorchester des MV Bliesen den "Raiders March" von John Williams. In Schwung kommen die Nachwuchsmusiker bei "Bohemian Rhapsody" von Freddie Mercury . Mit einem regelrechten Knalleffekt dank Pyrotechnik verabschiedet sich das Jugendorchester mit "The Phantom of the Opera", bei dem sie von den Sängern Jennie Kloos und Julian Rolinger unterstützt werden. Die Begeisterung ist so groß, dass noch nach einer Zugabe verlangt wird, die in Form von "Smoke on the Water" von Deep Purple nicht lange auf sich warten lässt. Der MV Bliesen liefert den rund 300 Zuhörern eine facettenreiche Stückauswahl, angefangen bei der "Second Suite in F" von Gustav Holst, über das bewegte und tongewaltige "Finlandia" von Jean Sibelius, das die Loslösung der Finnen von Russland behandelt. "Berliner Luft" von Paul Linke kommt so gut an, dass das Publikum spontan wie aus dem Original bekannt den Refrain mitpfeift. Wehleidig, fast herzzerreißend intoniert Solist Stefan Meisberger auf dem Flügelhorn das "Concierto de Aranjuez" von Joaquin Rodrigo, das von Dirigent Dirk Ost eigens für das Orchester arrangiert wurde. Drei Musiker dürfen bei solch einem Konzert nicht fehlen: Glenn Miller , dem durch "Swingin Glenn Miller " honoriert wird, Marilyn Monroe und John Miles. Bei den letzten beiden Stücken "I wanna be loved by you" und "Music" greift der MV Bliesen auf die Stimmen von Kloos und Rolinger zurück, so dass das Publikum an deren Lippen hing. Varus zieht die Zuhörerschaft mit einem gekonnt gespielten "Hotel California" von The Eagles gleich in seinen Bann. Leiser und nachdenklich stimmender gibt Sängerin Serena Padar "Weil du schön bist" von Sarah Connor zum Besten. Die siebenköpfige Band weitet das Motto um Künstler des 21. Jahrhunderts aus und interpretiert "Dance with Somebody" von Mando Diao oder "Millionen Lichter" von Christina Stürmer. Kaum fangen sie an, kommt Bewegung in das Publikum und wippt vor Begeisterung mit. Gefühlvoll beenden sie ihren Teil mit einem Medley der Popballaden "Hero" von Mariah Carrey und "Every breath you take" von The Police, bei dem Padar gemeinsam mit Sänger Gunter Finkler singt. Bei der zweiten Zugabe "An Tagen wie diesen" von den Toten Hosen stimmen spontan alle vier Sänger des Abends gemeinsam an. Die Idee für das gemeinsame Konzert hatte Varus-Schlagzeuger Peter Theobald. Bereits 20 Jahre zuvor, 1995, standen beide Musikergruppen erfolgreich gemeinsam auf der Bühne.Ein tolles Konzert boten der Musikverein Bliesen und die Rockgruppe Varus in der Sport- und Kulturhalle. Foto: Gerecht