Berufs-Image hat sich verbessert

St Wendel · 45 junge Menschen absolvieren bei der Stiftung Hospital aktuell eine Ausbildung als Altenpflegehelfer oder examinierter Altenpfleger. 24 davon sind gerade erst gestartet.

 Die Stiftung Hospital in St. Wendel ist mit ihrer Ausbildungsquote an der Spitze des Saarlandes. Unser Bild zeigt die neuen Azubis im Bereich Altenpflege an der Altenpflegeschule in Alsfassen. Foto: B&K

Die Stiftung Hospital in St. Wendel ist mit ihrer Ausbildungsquote an der Spitze des Saarlandes. Unser Bild zeigt die neuen Azubis im Bereich Altenpflege an der Altenpflegeschule in Alsfassen. Foto: B&K

Foto: B&K

Er gilt als Beruf mit Zukunft: der Job des Altenpflegers. Zwischen einem und drei Jahren dauert die Ausbildung - je nachdem, ob ein Abschluss als Altenpflegehelfer oder examinierter Altenpfleger gewünscht ist. Für 24 junge Menschen hat die Stiftung Hospital St. Wendel zum 1. Oktober Ausbildungsplätze geschaffen. Ganz fremd ist ihnen die Arbeit in der Altenhilfe nicht. Denn sie haben die Anforderungen, die der Beruf mit sich bringt, und den Arbeitgeber Stiftung Hospital bereits während eines Intensiv-Praktikums kennengelernt. "Das ist uns wichtig", erklärt der Direktor der Stiftung Hospital, Dirk Schmitt. Denn so könnten Ausbildungsabbrüche vermieden werden.

Während der Ausbildung können sich die jungen Leute in allen Feldern der Altenhilfe ausprobieren. "Wer gerne mobil ist, für den könnte die ambulante Pflege auf Dauer das Richtige sein", sagt Schmitt. Andere wiederum könnten ihre Stärken eher in der Kurzeitpflege, der stationären Pflege oder in Umgang mit Demenzkranken einbringen. Ein Bereich, der immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Tagespflege. "Hier ist nicht nur das Pflegerische, sondern auch Kommunikation mit den alten Menschen gefragt", erklärt Schmitt. Hier gelte es auch mal, mit den zu betreuenden Menschen zu basteln oder zu spielen.

Eher ins Medizinische geht die Begleitung von Intensivpflegepatienten. "Wir haben die einzige Station dieser Art im Saarland, auf der Patienten im Wachkoma und Langzeitbeatmete versorgt werden", erläutert der Stiftungs-Direktor. Auch hier gehe es um den Wohncharakter und gemeinsame Aktivitäten, auch wenn die Bewohner sehr stark eingeschränkt sind.

All diese Aufgabenfelder haben auch jene zehn Absolventen durchlaufen, die nun je eine Vollzeitstelle bei der Stiftung Hospital bekommen haben. "Wir stellen lieber Leute ein, die wir auch ausgebildet haben", sagt Schmitt. "Denn sie kennen bereits das Haus."

Eine neue Regelung der Pflegekasse hat es möglich gemacht, verstärkt Alltagshelfer einzusetzen. Die Stiftung Hospital hat prompt darauf reagiert und 30 Mitarbeiter eingestellt. Sie sind in den Altenhilfezentren in St. Wendel , Freisen und Namborn eingesetzt. "Das Pflegepersonal muss endlich mehr Zeit für die Bewohner bekommen", sagt Schmitt. "Daher begrüßen wir diese wichtige politische Weichenstellung hierzu ausdrücklich."

Spazierengehen, Plaudern, Zuhören - die 30 neuen Mitarbeiter nehmen sich Zeit für die Senioren. Bezahlt werden sie von den Pflegekassen, sodass auf die Bewohner keine höheren Kosten zukommen. "In jedem Wohnbereich sind sie Gold wert", lobt Schmitt die neuen Mitarbeiter. Sie wurden mit einer 60 Stunden dauernden Basisschulung auf ihre Aufgaben vorbereitet.

Mit Blick auf das kommende Jahr möchte der Stiftungs-Direktor personell weiter aufstocken. Zehn weitere Stellen für Fach- oder Hilfskräfte in der Pflege sollen geschaffen werden. Hierfür können sich noch Interessanten bewerben. "Das Image des Berufs des Altenpflegers ist besser geworden. Aber noch nicht gut genug", sagt Schmitt. Es sei ein zukunftsfähiger Beruf, zu dem auch eine hohe emotionale Belastung gehöre. "Aber es gibt auch viele Erfolge", sagt Schmitt. Zu sehen, wie professionelle Pflege einem Menschen helfen kann, sei das Positive, aus dem die Pfleger Kraft schöpfen können.

Ansprechpartner Altenpflegeausbildung bei der Stiftung Hospital St. Wendel :

Angelika Gerharth,

Tel. (0 68 51) 8 90 85 30,

Iris Born, Tel. (0 68 51) 8 90 81 91.

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