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Basilika-Chor setzte musikalische Glanzlichter zur Wendelswoche

Basilika-Chor setzte musikalische Glanzlichter zur Wendelswoche

Musikalischer Höhepunkt der Wendelswoche war wieder einmal das gut besuchte Festkonzert in der Basilika, in diesem Jahr mit Werken des Barockmeisters Antonio Vivaldi und des Spätromantikers Gabriel Fauré. Der Chor der Wendelinus-Basilika, Solisten und ein Kammerorchester erbrachten unter Leitung von Kantor Stefan Klemm eine reife Leistung.

Dabei zeigten sich gerade Faurés Kompositionen, ein Gebet an Christus nach einem Text des französischen Klassikers Jean Racine und das Requiem, als eine sehr dankbare Aufgabe für den ausgeglichen besetzten und gut disponierten Chor. Die mehr als 40 Sängerinnen und Sänger verstanden sich auf eine vorbildliche Deklamation, besonders die Soprane in dem Satz "In Paradisum", aber auch der ganze Chor beim beängstigenden Aufschrei "Dies illa" im "Libera me".

Mit tragkräftigem Bariton gestaltete Johannes Hautz seine Solopartien, und Angela Lösch (Mezzosopran) sang anrührend die Bitte um Seelenruhe "Pie Jesu Domine".

Der festliche Charakter ergab sich vor allem aus dem folgenden Gloria in D-Dur von Antonio Vivaldi . Hier bewies der Chor sein Können in dem Gegensatz zwischen kolorierender Beweglichkeit und langen Spannungsbögen ("Et in terra pax" - "Friede auf Erden"). Im Duett "Laudamus te" harmonierte Susanne Eisenhuth (Sopran) bestens mit Angela Lösch, die sich durch weitere Soli auszeichnen durfte.

Das Kammerorchester Resonanz mit seiner Konzertmeisterin Marta Hemkemeier begleitete vorzüglich den Gesang. Glanzlichter waren das Oboen-Solo im "Domine Deus" des Gloria und die bei Faurés Werken mitwirkende Harfe.