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Autotanks geknackt - jetzt beginnt der Prozess

Autotanks geknackt - jetzt beginnt der Prozess

Er soll es auf Diesel in Tanks fremder Autos abgesehen haben. Doch reichte es ihm nicht, nur den Sprit abzulassen. Er füllte undefinierbare Flüssigkeiten oder Kühlmittel nach, die Motoren zerstörten.

Der Schaden geht in die Zehntausende. Wegen dieser Vorwürfe muss sich ab Donnerstag, 9 Uhr, ein 36-Jähriger vor dem St. Wendeler Amtsgericht verantworten. Es geht um Fälle gleicher Masche, die sich zwischen 15. November und 9. Dezember zugetragen haben sollen, allesamt auf dem Parkplatz des Nonnweiler Stausees und dessen Umfeld. Ähnliche Straftaten fielen im angrenzenden Rheinland-Pfalz auf, sind aber nicht Gegenstand dieser Verhandlung. Für den Prozessauftakt sind nach Auskunft der Amtsgerichtsdirektorin Birgit Junker elf Zeugen geladen. Darunter auch der Otzenhauser Christian Butterbach (28), erstes Opfer in dieser Tankknacker-Serie (wir berichteten). Zurzeit sitzt der Angeklagte im Saarbrücker Gefängnis. Die Polizei schnappte ihn am 28. August nach einem Zeugenhinweis in Oberthal. Der Mann hatte sich zuvor in seine alte Heimat Polen abgesetzt und war zurückgekehrt. Offensichtlich lebte er in seinem Wagen. Laut Junker schweigt der U-Häftling bislang.