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Autoschütze: Jetzt setzt Polizei auf Sonderermittler

Autoschütze: Jetzt setzt Polizei auf Sonderermittler

Allein 34 Mal hat ein Unbekannter im St. Wendeler Land auf Autos, Busse, Baustellenfahrzeuge gezielt. Des Weiteren geht es um ähnliche Vorfälle in Lebach und Völklingen. Eine heiße Spur fehlt.

Eine Woche sind nach der ersten Serie von Schüssen auf geparkte Autos im Landkreis St. Wendel vergangen. Zeugen meldeten sich zwar bei den Ermittlern. Aber was Verwertbares war unter den Hinweisen bislang nicht, die dem Täter auf die Schliche kommen ließen.

Daraus zieht die Polizei Konsequenzen. Georg Himbert , Pressesprecher des Polizeipräsidiums in Saarbrücken, kündigte am Montag an: "Es wir jetzt eine Sonderermittlungsgruppe gebildet." Sie soll sich aus Vertretern der Polizeidienststellen zusammensetzen, die in den betroffenen Regionen tätig sind. Außerdem sei vorgesehen, das Team um Landeskriminalbeamte zu ergänzen.

Vergangene Woche hatte zuerst im Landkreis St. Wendel ein Unbekannter mutmaßlich aus einem fahrenden Auto heraus auf abgestellte Fahrzeuge gefeuert. Dabei war er in zwei Nächten hintereinander unter anderem in Tholey, Oberthal, Nohfelden und Bliesen unterwegs. Der Schütze traf auch zwei Busse, eine Haltestelle sowie die Scheibe eines Hauses. Die Ermittler registrierten darauf 34 Anzeigen.

Kurz darauf ballerte ein Täter in Lebach-Niedersaubach/Landkreis Saarlouis umher und anschließend im Völklinger Stadtteil Wehrden/Regionalverband Saarbrücken.

Ob zwischen den sowohl räumlich als auch zeitlich getrennten Vorkommnissen ein Zusammenhang besteht, ist unterdessen unklar. Ebenso fehlt bislang eine Schadensbilanz. Es sei nicht auszuschließen, dass noch weitere Betroffene Anzeige erstatten, hieß es dazu.