Autor Michael Petrowitz zu Besuch bei den Sechser-Klassen.

Autorenlesung in St. Wendel : Turnschuh-Shaolin-Kung-Fu am Wendalinum

Autor Michael Petrowitz zu Besuch bei den Sechser-Klassen des Gymnasiums Wendalinum in St. Wendel.

Es ist schon Brauch am Gymnasium Wendalinum, dass im Herbst für die Klassenstufe sechs ein Autor  eingeladen wird. Dieses Mal war Michael Petrowitz da. „Wer von euch macht Kampfsport?“ Mit dieser Frage eröffnete Petrowitz die Lesung und zeigte den Schülern, wie man sich im chinesischen Kung-Fu begrüßt. In dem Kinderbuch „Kung-Fu im Turnschuh“, aus dem der Berliner vorlas, geht es um den zehnjährigen Robin, der in seinem funkelnagelneuen Paar Turnschuhen einen winzig kleinen Shaolin entdeckt, der auf der Suche nach einem neuen Kung-Fu-Schüler ist. Schnell stellt sich heraus, dass dieser neue Schüler Robin sein wird, der auf seinem Weg, von seinen Mitschülern als cool akzeptiert zu werden, bislang kläglich scheitert.

Währed der Lesung machte der Autor Übungen mit den Schülern.  „Wenn man an den Punkt kommt, an dem man glaubt, es geht nicht mehr, man kann nicht mehr, dann muss man sich sagen: Du schaffst das und weiterkämpfen“, ermunterte der Autor die vor Anstrengung schwitzenden Schüler. Dass die Beherrschung dieser Übung Standfestigkeit verleiht, demonstrierte der Autor am eigenen Leib: Die Schüler durften versuchen, ihn in dieser Haltung umzustoßen, was ihnen trotz aller Kraftanstrengung aber nicht gelang. Somit war  die erste Lektion gelernt.

Bevor es mit de zweiten Lektion, dem Vomesischen Sitz, weiterging, folgten die Sechstklässler weiter der Handlung des Buches – auch mittels Zeichnungen aus dem Buch, die mit dem Beamer an die Wand projiziert wurden. Die Schüler waren dabei, als Robin die neuen, teuren Turnschuhe gestohlen werden, und sie verfolgten gebannt seine Entwicklung und Ausbildung bis zum Ende der Handlung, an dem sie nicht nur eine Urkunde für die bestandene Prüfung zum Turnschuh-Shaolin-Anwärter erhielten, sondern mit Robin die allerwichtigste Lektion gelernt hatten: „Etwas zu können ist wichtiger, als etwas zu besitzen.“