Aufführung erinnert an das Leben der Herzogin Luise

Aufführung erinnert an das Leben der Herzogin Luise

Das Schicksal der Herzogin Luise steht im Zentrum eines Theaterstücks, dass der Katholische Deutsche Frauenbund im vergangenen Jahr aufgeführt hat. Nun zeigen die Darstellerinnen es erneut im Museum St. Wendel.

Um Herzogin Luise geht es in einem Theaterstück, das am Montag, 22. Februar, um 18 Uhr, im Museum St. Wendel aufgeführt wird. Über das Leben und das Schicksal der Herzogin Luise wird bis heute spekuliert. Die besonderen Umstände ihrer Trennung von Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg-Saalfeld im Jahre 1824 werfen viele Fragen auf, die wohl nie ganz geklärt werden können.

Mit 16 Jahren heiratete Luise den viel älteren Herzog. Es kriselte bereits nach der Geburt des ersten Sohnes Ernst (1818). Ein Jahr später kam ihr zweiter Sohn Albert zur Welt. Schließlich kam es wegen angeblicher Untreue Luises 1824 zu einer Trennung und Luise wurde nach St. Wendel ins Fürstentum Lichtenberg verbannt. Luises jüngster Sohn Albert heiratete später seine Cousine Victoria, die spätere Queen von England. Luise ist also die Stammmutter der Windsors.

Nach ihrer Scheidung im März 1826 heiratete Luise Maximilian, Graf von Pölzig und Beiersdorf. Bis zu Luises Tod im Jahre 1831 lebten die beiden in St. Wendel und prägten das gesellschaftliche Leben. Luise wurde als Landesmutter verehrt. In Erinnerung bleibt ihr großes soziales Engagement.

Der Katholische Deutsche Frauenbund hatte bereits 2015 das Schicksal der Herzogin Luise ins Auge gefasst und beschlossen, in einem kleinen Theaterstück an sie zu erinnern. Die Premiere der "szenischen Darbietung" fand eine so große Resonanz, dass in diesem Jahr die "zweite Auflage" über die Bühne geht - passend zu ihrem Todestag, der sich zum 185. Mal jährt, aber auch zum 190. Geburtstag ihrer Ehe mit Maximilian von Pölzig.

Der Text stammt von Gisela Hoffmann, die Regie übernahm Christine Hoff-Czar, die Organisation war in den Händen von Elisabeth Zimmermann. Das Museum für Mode und Tracht in Nohfelden stellte die Kostüme zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.

museum-wnd.de