Auch dieses Jahr gibt es Theater

St. Wendel. Theater spielen hat am Cusanus Gymnasium Tradition. So bereiten sich auch in diesem Jahr die Schüler der Theater-Arbeitsgemeinschaft (AG) wieder auf ihren großen Auftritt am kommenden Freitag, 26. September, vor. Dann werden 28 Schüler das Stück "Die Irre von Chaillot" aufführen. Ein schwieriges und anspruchsvolles Werk, das viele Proben verlangt

St. Wendel. Theater spielen hat am Cusanus Gymnasium Tradition. So bereiten sich auch in diesem Jahr die Schüler der Theater-Arbeitsgemeinschaft (AG) wieder auf ihren großen Auftritt am kommenden Freitag, 26. September, vor. Dann werden 28 Schüler das Stück "Die Irre von Chaillot" aufführen. Ein schwieriges und anspruchsvolles Werk, das viele Proben verlangt. "Eigentlich bräuchten wir noch ein, zwei Wochen", gesteht Carsten Jung. Dennoch ist der Lehrer, der die Theater-AG zusammen mit seiner Kollegin Ellen Hermann leitet, zuversichtlich, dass bis zum großen Tag alles sitzt. "Wir müssen uns jetzt einfach reinhängen und viel üben." Froh sei er, dass es überhaupt eine Aufführung in diesem Jahr gebe. Denn das Schultheater stand bis vor kurzem vor einer ungewissen Zukunft. Mit dem Weggang des früheren Lehrers Gerd Kessler, der die Gruppe von 1980 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2007 mit viel Herzblut leitete, stand es schlecht um die ehemals so florierende Arbeitsgemeinschaft. Schließlich entschieden sich die beiden Lehrer Jung und Herrmann dazu, der Theater-AG wieder neues Leben einzuhauchen. Sofort meldeten sich mehr als 40 Schüler, um hierbei mitzuarbeiten. "Daraufhin haben mein Kollege und ich uns einige Stücke angeschaut", erklärt Ellen Herrmann. Etwa fünf hätten sie den Schülern dann vorgestellt. "Am Ende haben sie sich dann für das aufwendigste und schwierigste von allen entschieden", lacht die Lehrerin. Nun sind die Schüler als Schauspieler tätig oder für die Technik sowie das Bühnenbild zuständig. "Weil aber weder Carsten Jung noch ich viel Erfahrung beim Theaterspielen haben, hat sich der ehemalige Leiter Gerd Kessler bereit erklärt, uns bei den Proben zu helfen". So kommt der auch privat leidenschaftliche Theater-Schauspieler jeden Donnerstag in die Aula seiner ehemaligen Schule, um mit den Schülern zu proben. "Von Klassenstufe acht bis zum Abitur ist alles vertreten", freut sich Herrmann. Auch ein Student hat eine Rolle in dem Stück übernommen. "Meine Freundin war hier auf der Schule, sie hat dieses Jahr Abitur gemacht und spielt auch mit", erklärt der 21-jährige Lukas Leiß aus Tholey. Er habe schon früher Theater gespielt und sei gleich von seiner Rolle begeistert gewesen. "Mit der Uni ist das zwar manchmal stressig, aber es macht ja auch viel Spaß!"