Arbeitsmarkt im Landkreis St. Wendel

Job-Situation in der Region : Arbeitslosenzahl im Kreis St. Wendel ist im Februar leicht gestiegen

1625 Frauen und Männer waren ohne Job. Die Agentur für Arbeit appeliert: Eine gute Qualifikation kann Betroffene weiterbringen.

Eines schon vorweg: Der Landkreis St. Wendel sichert sich im saarlandweiten Vergleich auch im Februar Platz eins. Soll heißen: Die Region bleibt jene mit der niedrigsten Arbeitslosenquote. Diese liegt bei 3,4 Prozent. Beim Zeitplatzierten, dem Landkreis Merzig-Wadern sind es schon 4,5 Prozent. Abgeschlagen auf dem letzten Platz: der Regionalverband Saarbrücken mit 8,4 Prozent.

Im zurückliegenden Monat waren im Landkreis St. Wendel 1625 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 14 mehr als im Januar. „Aktuell überwiegen am Arbeitsmarkt noch die positiven Vorzeichen. Eine zurückgehende Zahl von Arbeitsstellen, die von der Arbeitsagentur akquiriert werden konnte, und ein nur unterdurchschnittlicher Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze landesweit lassen nun aber aufmerksam auf die kommenden Monate schauen“, sagt dazu Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. „Die Frage wird sein, ob sich die seit Langem anhaltende sehr gute Entwicklung am Arbeitsmarkt fortsetzt.“ So oder so, der Experte betont, dass auch bei einer verhalteneren Arbeitsmarktentwicklung eine gute Qualifikation für arbeitslose Menschen die beste Basis für eine dauerhafte Wiedereingliederung sei.

Dies kann die Agentur für Arbeit quasi auch mit Zahlen belegen. Denn die Nachfrage nach Arbeitskräften sei im Februar deutlich gestiegen. Unternehmen der Region haben 180 Stellen zur Besetzung gemeldet, rund ein Fünftel mehr als im Januar. Seit Jahresbeginn wurden 329 offene Stellen gemeldet, fast 14 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Aktuell gibt es 818 freie Jobs, die auf passende Bewerber warten.

Die überwiegende Zahl der Jobangebote wurde in der Zeitarbeit, im Gesundheits- und Sozialwesen und im Verarbeitenden Gewerbe gemeldet. Auch im Handel, im Gastgewerbe und im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich gab es zahlreiche offene Stellen.

Vom 11. bis 15. März ruft die Bundesagentur für Arbeit gemeinsam mit den Partnern der Allianz für Aus- und Weiterbildung zum sechsten Mal in Folge zur „Woche der Ausbildung“ auf. Das Motto der Aktionswoche lautet dieses Mal „#AusbildungKlarmachen“. Schwerpunkt sind die sogenannte MINT-Berufe, also Berufe in denen Kenntnisse und Fähigkeiten aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik gefragt sind. „Aufgrund der guten Zukunftsaussichten, Karriere- und auch Verdienstmöglichkeiten möchten wir insbesondere Mädchen und junge Frauen verstärkt für MINT-Berufe begeistern und gewinnen“, sagt Haßdenteufel.

Die Agentur für Arbeit Saarland bietet am Dienstag, 12. März, einen MINT-Aktionstag an. Von 9 bis 16 Uhr wird der Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie vor der Congresshalle stehen. An Bord sind verschiedene Experimentierstationen. Ebenfalls von 9 bis 16 Uhr informiert die Berufsberatung in der Agentur für Arbeit in Saarbrücken über Ausbildungsmöglichkeiten und deren Anforderungen. Jugendliche können ohne vorherige Terminvereinbarung vorbeikommen.

Arbeitsmarkt St. Wendel Februar. Foto: SZ/Steffen, Michael

Von 12 bis 16 Uhr besteht außerdem die Möglichkeit, kostenlos an einem professionellen Bewerbungs-Fotoshooting teilzunehmen. Von 15.30 bis 18 Uhr öffnet die Agentur für Arbeit gemeinsam mit der Wissenswerkstatt Saarbrücken den „Experimentierkasten MINT“. In diesem Experimentierkasten können Jugendliche ab zwölf Jahren herausfinden, welche Tätigkeiten und Arbeitsplätze mit MINT-Berufen besetzt sind und erfahren, über welchen Bildungsweg man den jeweiligen Beruf erlernen kann. Interessierte können sich online bei der Wissenswerkstatt anmelden:  www.wiwe-sb.de.