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500 Plastikdeckel für eine Polio-Impfung

500 Plastikdeckel für eine Polio-Impfung

Mit einer Sammelaktion will sich eine Regionalgruppe im Kampf gegen Kinderlähmung stark machen. Vor ein paar Wochen haben die Mitglieder der Regionalgruppe 84 Saar des Bundesverbandes Poliomyelitis begonnen, die Plastikdeckel, zum Beispiel von PET-Flaschen, zu sammeln. Pfand gibt es für die Flaschen auch ohne Deckel. Die Deckel verkaufen sie als Material zum Wiederverwerten. Der Erlös kommt dem Projekt Kampf gegen Polio zugute. 500 Deckel reichen aus, um jeweils eine Polio-Impfung zu finanzieren. Die Gruppe Getränkemärkte und Einkaufszentren als Unterstützer mit ins Boot genommen. Zu den Helfern gehören auch Schulen und Kindergärten, die Stiftung Hospital St. Wendel , sowie die Arbeitskammer, die Staatskanzlei und das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie und viele Privatpersonen. Inzwischen sind schon einige Kubikmeter Deckel zusammen gekommen. Sie kommen in ein Zwischenlager in St. Wendel und Saarbrücken. Dort holt eine Spedition die Deckel ab und fährt sie zum Verwerter.

Die Mitglieder der Regionalgruppe engagieren sich aus eigener Betroffenheit. Sie sind überwiegend in den 1950er Jahren an Kinderlähmung erkrankt und müssen nun ein Leben lang mit den Folgen - unter anderem Lähmungen und Atemproblemen - zurechtkommen. Die Selbsthilfegruppe will Betroffenen zur Seite zu stehen und darüber zu informieren, dass nur ein ausreichender Impfschutz die Viruserkrankung verhindern kann.

Infos: Ursula Behles: Telefon (01 60) 99 00 26 94

www.deckel-gegen-polio.de