500. Geburt im Marienkrankenhaus St. Wendel

500. Geburt : Immer mehr Babys kommen in St. Wendel zur Welt

Taylor war die 500. Geburt im Marienkrankenhaus. Alles lief glatt beim Kaiserschnitt am Freitag. Heute wird er entlassen.

Taylor schläft zufrieden auf dem Arm seines Papas. Von dem Interview mit der Saarbrücker Zeitung im Stillzimmer des Marienkrankenhauses bekommt er am Montagmorgen gar nichts mit. Und auch nicht davon, dass er ein besonderes Baby ist. Schließlich ist er zu dem Zeitpunkt auch erst drei Tage alt. Seine Geburt am Freitagmorgen war die 500. in diesem Jahr in der St. Wendeler Klinik. Damit schickt 2019 sich an, ein Rekordjahr zu werden, wie die für die Pressearbeit zuständige Astrid Oertel erklärt: „2017 waren es 552 Kinder, 2018 560 und nun bis zu diesem Zeitpunkt 504“, zählt sie am Montag auf. Und fügt hinzu: „Es könnte ein neuer Rekord für die vergangenen Jahre werden.“ Dabei erinnert sie sich noch an ganz andere Zeiten: „Es ist noch gar nicht so lange her, da lagen wir knapp über 300.“ Der Oktober scheint dabei in diesem Jahr besonders gut zu laufen: An einem Sonntag in diesem Monat gab es gar acht Geburten.

Aber zurück zu Taylor. Der mit vollem Namen Taylor Dennis Roth heißt. Den zweiten Vornamen hat er von seinem Papa. „Das hat bei uns so Tradition“, erzählt dieser. Und blickt stolz auf sein Bündel im Arm, das bei der Geburt 3850 Gramm gewogen hat. Mittlerweile hat Taylor ein paar Gramm zugelegt. 54 Zentimeter war er groß, als er auf die Welt kam. „Alles lief glatt, uns geht es es gut“, beschreibt Mama Ann-Christin Griebel die Situation. „Und wir fühlen uns hier so richtig gut aufgehoben.“ Sie wirkt vollkommen gelassen. Und das, obwohl sie einen Kaiserschnitt hinter sich hat. „Der war aus gesundheitlichen Gründen geplant“, erklärt die 29-Jährige, die mit ihrer Familie in Niederbrombach (Landkreis Birkenfeld, Rheinland-Pfalz) wohnt. Daher war auch Hebamme Anna-Mara Werner ganz entspannt: „Zumindest ich wusste ja, was auf uns zukommt.“ Die junge Mutter weniger; schließlich ist Taylor ihr erstes Kind. Er war nicht geplant, erzählen die Eltern, die seit eineinhalb Jahren zusammen sind. Aber „eine schöne Überraschung“, so der 24-jährige Papa. Mama Ann-Christin fügt hinzu: „Es sollte einfach so sein.“

Hebamme Anna-Mara Werner (links) freut sich mit Papa Dennis Roth, dem kleinen Taylor und Mama Ann-Christin Griebel. Foto: Melanie Mai

So ruhig, wie die Mutter derzeit wirkt, so ruhig war auch die Schwangerschaft. Keine Beschwerden, keine Gelüste, eine unkomplizierte Zeit. „Völlig unspektakulär“, sagt die Mutter. Und nun so eine spektaktuläre Tatsache: die 500. Geburt des Jahres. „Das ist schon etwas Besonderes“, sagt der Vater, der im Garten- und Landschaftsbau arbeitet. Und die Mutter fügt hinzu: „Diese 500 ist nun wie eine Glückszahl für uns.“

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