Wallfahrt: 40 Facetten des heiligen Wendelin

Wallfahrt : 40 Facetten des heiligen Wendelin

Der Fotoclub Tele Freisen stellt in diesen Tagen besondere Aufnahmen aus: Die Fotografen haben vielerorts den heiligen Wendelin entdeckt.

Wendelin in Frankreich, Wendelin im Allgäu. Mal in Schwarz-Weiß, mal in Farbe. Mal originalgetreu, mal verfremdet. Die Bandbreite der Bilder, die ab Beginn der Wallfahrt in der St. Wendeler Basilika gezeigt werden, ist groß. Schließlich hatten die Mitglieder des Fotoclubs Tele Freisen etwa ein Jahr Vorlauf, wie deren Vorsitzender Franz Rudolf Klos berichtet: „Es war ein großer Zeitaufwand, aber es hat Spaß gemacht.“ Rund 200 Bilder haben die elf Fotografen eingereicht; die 40 besten werden ausgestellt. Die meisten Fotos seien in St. Wendel und der näheren Umgebung entstanden. Einige aber auch im Ausland, unter anderem in Frankreich.  Bewertet wurden sie von Pastor Klaus Leist, von Josef Alles von der Wendelinus-Stiftung, von Werner Schwarz, Kunstlehrer am Arnold-Janssen-Gymnasium und von Henning Gramlich, der zum Koordinations-Kreis der Wallfahrt gehört.  „Es gab viele beste Bilder“, erzählt Leist, wie schwer die Wahl gefallen ist. „Aber irgendwann muss man sich ja mal entscheiden.“

Die Wahl für den ersten Platz fiel auf Evelyne Jene aus St. Wendel. Auf ihrer Fotomontage sei Wendelin ganz klar als Hirte zu erkennen. Um ihn herum ist Natur, die Sonne scheint. „Es ist ein schönes, lebendiges, auffallendes Bild“, schwärmt Leist. Der Wettbewerb mit dem Thema „Heiliger Wendelin“ war mit 1000 Euro dotiert, auf den ersten Platz entfielen allein 250 Euro.

Der Tele-Vorsitzende Klos freut sich vor allem über den ungewöhnlichen Ausstellungsraum. „Das ist schon eine besondere Atmosphäre, in der Basilika auszustellen.“ Mitten im Herzstück der Wallfahrt – da rechnet Klos auch mit zahlreichen Besuchern, die sich die ausgewählten Bilder ansehen werden.

Dieses Siegel existiert hier in St. Wendel. Foto: Klos/Foto-Design-Klos
Wendelin, am Wendelsbrunnen gefunden. Foto: Peter Burkholz/Peter Burkholz St. Wendel
Günter Müllers Foto zeigt die Frontansicht des Sargs. Es kann wie die vielen anderen Aufnahmen in der Basilika besichtigt werden. Foto: Günter Müller
Auch Wendelin als Hirte hat es unter die 40 Wettbewerbsfotos geschafft. Entdeckt hat ihn Günter Leist. Foto: Günter Leist
Dieser Wendelin steht in der Kirche in Mittelberg. Foto: Norbert Holz/Norbert HOLZ info-holz@maks
Diesen Wendelin hat Winfried Houy entdeckt. Foto: Winfried Houy

Für Pastor Leist ist die Ausstellung ein weiterer Mosaikstein in seiner Idee, alle gesellschaftlichen Gruppen an die Wallfahrt heranzuführen. Angefangen habe die Umsetzung damit, die Schulen einzubinden.  Mit der Ausstellung werde auch die Kunst ein Teil der Wallfahrtswoche.

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