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Sandstein-Wappen ziert Gerätehaus

Sandstein-Wappen ziert Gerätehaus

Steinberg-Deckenhardt. Einen würdigen Platz hat das schmucke Sandstein-Wappen des Dorfes Steinberg-Deckenhardt jetzt wieder gefunden. Es prangt künftig am Feuerwehrhaus. In einer kleinen Feierstunde wurde das Wappen von den Feuerwehrangehörigen und vielen Gästen am neuen "Standort" begrüßt

Steinberg-Deckenhardt. Einen würdigen Platz hat das schmucke Sandstein-Wappen des Dorfes Steinberg-Deckenhardt jetzt wieder gefunden. Es prangt künftig am Feuerwehrhaus. In einer kleinen Feierstunde wurde das Wappen von den Feuerwehrangehörigen und vielen Gästen am neuen "Standort" begrüßt. Den neuen Platz für das Wappen zu finden, fiel den Steinbergern und Deckenhardtern recht leicht, wie Ortsvorsteher Hans Peter Wack berichtete.Ortsrat und Vereinsgemeinschaft waren sich schnell einig, dass es am einzig verbliebenen öffentlichen Gebäude im Ort, dem Feuerwehrhaus, angebracht wird. Nötig geworden war die Suche, weil das Grundschulgebäude, an dem das Wappen seinen angestammten Platz hatte, im vergangenen Jahr abgerissen wurde. Übereinstimmung bestand darin, dass das Wappen als historisches Zeugnis der Geschichte des Ortes als Dorf und eigenständige Gemeinde bis zur Kommunalreform von 1974 öffentlich angebracht werden soll. Zugleich sei die Standortwahl, so Wack, auch eine Anerkennung für die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr, die sich engagiert für die Gemeinschaft und die Sicherheit einsetzten. Es war ihnen auch wichtig, dass das Wappen beim Abriss der Schule erhalten blieb. Das Wappen wurde der damals eigenständigen Gemeinde Steinberg-Deckenhardt 1964 verliehen. Bis zur Kommunal- und Verwaltungsreform 1974 gehörte das Dorf verwaltungsrechtlich zum Amt Nohfelden.

Über die Bemühungen und die Gestaltung des Wappens informiert der damalige Bürgermeister des Dorfes, Willi Bruch, in seiner 1985 als Festschrift erschienenen Dorfchronik. Das Wappen zeigt einen Schild, der zweigeteilt ist. Oben zeigt es in Silber einen rotbewehrten und rotbezungten blauen Löwe, unten in Schwarz einen goldenen Turm auf schwarzem Boden. Darüber hinaus wurde der Gemeinde Steinberg-Deckenhardt gleichzeitig das Recht verliehen, die Farben Blau und Gelb als Gemeindefarben zu führen. ww

Zur Geschichte des Ortes und der Deutung des Wappens von Steinberg-Deckenhardt Das Ortswappen erzählt die Geschichte des Dorfes Steinberg und Deckenhardt. Steinberg und Deckenhardt wurden als eigenständige Orte seit 1354 in Urkunden und Büchern erwähnt (Vertrag zwischen Heinrich von Veldenz und dem Erzbischof Boemund von Trier am 2. März 1354). 1790, also vor 220 Jahren, wurden die beiden Orte zu einer Gemeinde vereinigt. Seither heißt das Dorf Steinberg-Deckenhardt. Die Geschichte und Entwicklung stellt Altbürgermeister Willi Bruch in seiner Dorfchronik ausführlich dar. Im 14. und 15. Jahrhundert gehörten die Dörfer dem Grafen von Veldenz. Die Herren von Ruppersberg waren ebenfalls an beiden Orten begütert. Daher wurden die Wappen dieser beiden Grundbesitzer in dem Entwurf dargestellt. ww