Rohrbruch in der Mommstraße

St. Wendel. Aufregung am gestrigen Dienstag in der St.Wendeler Mommstraße. In der Abbiegerspur zur Bahnhofstraße klaffte ein rechteckiges Loch. Ein Bagger schaufelte schlammiges Erdreich auf einen Lastwagen. Der ganze Bereich war mit Gittern abgesperrt, Arbeiter in orangefarbenen Jacken kletterten in das Loch in der Fahrbahn. Grund dafür war ein Wasserrohrbruch

 Mit vereinten Kräften wurde der Rohrbruch abgedichtet. Foto: SZ

Mit vereinten Kräften wurde der Rohrbruch abgedichtet. Foto: SZ

St. Wendel. Aufregung am gestrigen Dienstag in der St.Wendeler Mommstraße. In der Abbiegerspur zur Bahnhofstraße klaffte ein rechteckiges Loch. Ein Bagger schaufelte schlammiges Erdreich auf einen Lastwagen. Der ganze Bereich war mit Gittern abgesperrt, Arbeiter in orangefarbenen Jacken kletterten in das Loch in der Fahrbahn. Grund dafür war ein Wasserrohrbruch. Am Montagabend hatten die Beschäftigten in der Leitwarte der WVW-Wasser- und Energieversorgung im Kreis St. Wendel Wasserverlust festgestellt. Umgehend begann daraufhin die Suche nach dem Leck. "Dazu verwenden wir einen so genannten Korrelator", erklärte Rohrnetzmeister Andreas Groß. "Dieser schickt einen Impuls in die Leitung, der den Geräuschpegel zwischen zwei Punkten misst." Da ein Rohrbruch großen Lärm verursache, könne dieser so relativ genau lokalisiert werden. Nachdem die defekte Stelle gefunden war, sperrten die Arbeiter die Straße in Absprache mit der Polizei umgehend ab, um die Wasserleitung in 2,50 Meter Tiefe freizulegen. Probleme bereitete dabei ein Kabelschacht der Telekom genau über der schadhaften Stelle. "Es handelt sich hier um ein Graugussrohr mit 200 Millimetern Durchmesser, das glatt durchgebrochen ist", analysierte Groß den Schaden. "Durch ein solches Rohr fließen zwischen 20 und 25 Kubikmeter Wasser in der Stunde. Wir können also von mehr als 400 Kubikmetern Verlust ausgehen." Versorgung war gesichertObwohl für die Zeit der Reparaturarbeiten das Wasser in der beschädigten Leitung abgestellt wurde, sicherte die WVW durch eine Netzumstellung die Wasserversorgung aller Häuser im Umkreis. "Die Leitungen in diesem Bereich stammen wohl noch aus den 50er Jahren", meinte Holger Schlemmer, Leiter der Arbeitsvorbereitung bei der WVW. Trotzdem sei das Alter des Rohrs nicht die Ursache für den Durchbruch. "Diese Gussrohre rosten nicht durch", erklärte er. "Da es sich um einen glatten Durchbruch handelt, tippe ich auf Erdverschiebungen als Ursache." Behoben werde ein solcher Schaden mit einer Montageklammer, die über der Bruchstelle angebracht wird. "Eine relativ einfache Reparatur", ergänzte Groß. Er gab an, dass im gesamten Landkreis im Durchschnitt ein Wasserrohrbruch pro Tag zu beheben sei.Probleme bei der Arbeit bereiteten den Beschäftigten der WVW die Passanten, die trotz weitläufiger Absperrungen durch die Baustelle liefen. "Die Umgehungen werden einfach nicht genutzt, das bedeutet für uns eine große Behinderung", klagte Groß. "Zudem ist der Baustellenbereich für die Fußgänger nicht ungefährlich."

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