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Reis ist heiß auf seine Rückkehr

Reis ist heiß auf seine Rückkehr

Theley. Sonntag, 4. Juli 2010. Ein Tag, an den sich Torhüter Andreas Reis (26, Foto: SZ) nur ungern erinnert. Und das obwohl sein Klub, der VfB Theley, an diesem Tag den Gemeindepokal der Gemeinde Tholey gewann. Im Endspiel schlug der Saarlandligist den Oberligisten SV Hasborn mit 3:2. Mit dabei bei diesem Triumph war auch Reis (26). Allerdings nur teilweise

Theley. Sonntag, 4. Juli 2010. Ein Tag, an den sich Torhüter Andreas Reis (26, Foto: SZ) nur ungern erinnert. Und das obwohl sein Klub, der VfB Theley, an diesem Tag den Gemeindepokal der Gemeinde Tholey gewann. Im Endspiel schlug der Saarlandligist den Oberligisten SV Hasborn mit 3:2. Mit dabei bei diesem Triumph war auch Reis (26). Allerdings nur teilweise.Beim zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich der Hasborner durch Michael Petri war es passiert: Reis fiel beim Rettungsversuch unglücklich auf die Schulter - und musste ausgewechselt werden. Es war eine Verletzung mit Folgen. "Eine Knorpellippe musste danach in einer Operation angenäht werden. Danach musste die Schulter lange ruhiggestellt werden", erzählt Reis. Lange musste er eine Spezialmanschette tragen, bis die Verletzung ausgeheilt war. An Fußballspielen war während der gesamten Hinrunde nicht mehr zu denken.

"Das war natürlich sehr bitter. Nach der Meisterschaft in der vergangenen Saison habe ich mich auf die Saarlandliga gefreut. Und dann dieser Rückschlag", schüttelt der Versicherungs-Kaufmann den Kopf. Unterm Messer lag er übrigens bei einem Torwart-Kollegen. Die Operation wurde vom ehemaligen Zweitliga-Torhüter des 1. FC Saarbrücken, Roland Kuppig, durchgeführt. "Der weiß, wie ich von innen aussehe. Er hat auch schon mehrere Knie-Operationen bei mir gemacht", erklärt Reis lachend.

Wie Kuppig spielte auch Reis schon einmal für den 1. FCS. Für die zweite Mannschaft der Landeshauptstädter lief der Schlussmann ungefähr 20 Mal in der Oberliga auf, ehe er nach einer Zwischenstation beim FC Wiesbach wieder zu seinem Heimatverein nach Theley ging. Seit 2007 schnürt er wieder für die Truppe vom Schaumberg die Fußballschuhe.

In der Winter-Pause konnte Reis mit auskurierter Schulter-Verletzung endlich wieder voll am Mannschaftstraining teilnehmen. Bis ihn zwei Wochen vor dem ersten Saisonspiel eine Oberschenkelzerrung erneut außer Gefecht setzte. Pech für Reis, Glück für seinen Kontrahenten im Kampf um den Platz zwischen den Pfosten, Georg Amann. Der spielte nämlich beim Rückrunden-Auftakt gegen Palatia Limbach (1:0). Reis musste auf der Bank Platz nehmen.

Dort wird er auch an diesem Samstag wieder sitzen, wenn der VfB um 15 Uhr zu Hause den VfB Dillingen empfängt. "Ich will aber wieder angreifen und in dieser Saison noch ein paar Spiele machen", kündigt Reis an. Wobei er weiß, dass dies nicht einfach wird: "Georg hat in der Hinrunde gut gehalten und jetzt gegen Limbach zu null gespielt. Da wird unser Trainer wohl vorerst keinen Wechsel vornehmen."

Obwohl er selbst nur Zuschauer war, hat er sich natürlich riesig über den Sieg gegen Limbach gefreut. "Das war enorm wichtig und gegen den Tabellenvorletzten hatten wir einen Dreier auch eingeplant", verrät Reis. "Gegen Dillingen müssen wir jetzt nachlegen", sagt der Schlussmann vor dem Duell mit dem Tabellen-Zwölften. Gegen die Hüttenstädter unterlag Theley in der Hinserie mit 1:4. "Da haben wir also noch was gut zu machen", sagt Reis.