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Qualität braucht Geld und Zeit

Qualität braucht Geld und Zeit

St. Wendel. "Ehrenamt und Qualität" ist eine Initiative des DRK, die helfen soll, die gestiegenen Erwartungen an die ehrenamtlichen Hilfeleistungen, zu erfüllen. Auf der Fachtagung in St. Wendel wurden die verschiedenen Aspekte des Themas Ehrenamt angesprochen

St. Wendel. "Ehrenamt und Qualität" ist eine Initiative des DRK, die helfen soll, die gestiegenen Erwartungen an die ehrenamtlichen Hilfeleistungen, zu erfüllen. Auf der Fachtagung in St. Wendel wurden die verschiedenen Aspekte des Themas Ehrenamt angesprochen. Harro Dammers, Beauftragter des DRK-Kreisverbandes für das Projekt "EQ - Ehrenamt und Qualität", erläuterte die Ziele und Aufgaben des Qualitätsmanagement der ehrenamtlichen Rotkreuzarbeit. So wurde eine Projektgruppe installiert, die Konzepte entwickeln soll, um die Qualität der ehrenamtlichen Rotkreuzarbeit sicher zu stellen. Ein Qualitätshandbuch für die allgemeine Rotkreuzarbeit wurde erstellt. Wie wichtig das ehrenamtliche Engagement vor Ort ist belegte Lukas Hoor vom Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung. Er erläuterte das Zusammenspiel des Regelrettungsdienstes und der DRK-Bereitschaften bei Großschadenslagen. Dr. Jörg Schmidt von der Rettungsdienstschule Saar referierte über die Entstehung von Pandemien. Dietmar Bläs befasste sich als Kreisbereitschaftsleiter des DRK-Kreisverbandes mit den Perspektiven der ehrenamtlichen Rotkreuzarbeit und meinte, dass die stetig steigenden Qualitätsanforderungen an die Rotkreuzhelfer oft nicht mehr mit der Ehrenamtlichkeit in Einklang zu bringen seien. Zeit für Ausbildung nötigAn der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen Martin Erbelding, der Leiter der Stabstelle beim DRK-Landesverband Saarland, Armin Lang, Verband der Ersatzkassen, Hans Joachim Müller, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Pro Ehrenamt, Martin Backes, stellvertretender Bereitschaftsleiter Schaumberg, Harro Dammers, Beauftragter des Kreisverbandes für das Projekt "Qualität und Ehrenamt" teil. Eine Kernthese war, dass es keine Rolle spiele, ob eine Hilfeleistung von hauptamtlichen oder ehrenamtlichen Rettungskräften erbracht wird. Es werde von beiden dieselbe Qualität erwartet. Um das zu gewährleisten, müsse die öffentliche Hand Unterstützung bieten. Neben finanziellen Mitteln müsse auch über Dienstfreistellungen für Bildungsmaßnahmen die Voraussetzungen zur Motivierung der ehrenamtlichen Helfer geschaffen werden. Nur so schlössen sich professionelles Niveau und Ehrenamt nicht aus, sondern ergänzen sich, sagten die Experten. ww