Premiere in St. Wendel - Bürgermeister-Urwahl

Premiere in St. Wendel - Bürgermeister-Urwahl

St. Wendel. Zum ersten Mal können an diesem Sonntag, 17. Januar, in St. Wendel die insgesamt 21 990 Wahlberechtigten ihren Bürgermeister direkt wählen. Dabei müssen sie sich entscheiden zwischen Amtsinhaber Klaus Bouillon, der für die CDU antritt, und Vanessa Bur, die von der SPD ins Rennen geschickt wird. Bouillon ist seit 27 Jahren St

St. Wendel. Zum ersten Mal können an diesem Sonntag, 17. Januar, in St. Wendel die insgesamt 21 990 Wahlberechtigten ihren Bürgermeister direkt wählen. Dabei müssen sie sich entscheiden zwischen Amtsinhaber Klaus Bouillon, der für die CDU antritt, und Vanessa Bur, die von der SPD ins Rennen geschickt wird.Bouillon ist seit 27 Jahren St. Wendeler Bürgermeister und wurde bisher drei Mal vom Stadtrat gewählt. Diesmal will es der 62-Jährige wissen und freut sich auf das Votum der Bürger. Die könnten mit ihrer Stimmabgabe zeigen, ob sie mit seiner Arbeit der vergangenen Jahrzehnte für und in der Stadt zufrieden sind. Die Arbeit als St. Wendeler Bürgermeister, "mein Traumjob", mache ihm sehr viel Spaß, und er will sie gerne mit vielen neuen Ideen und Engagement noch Jahre weitermachen.

Bouillons 35-jährige Gegenkandidatin Vanessa Bur erkennt das, was in St. Wendel in den vergangenen Jahren getan wurde, durchaus an, aber sie möchte gern andere Schwerpunkte setzen. Dabei liegt ihr die Entwicklung in den kleinen Stadtteilen besonders am Herzen. Sie möchte Förderprogramme, damit die Dorfkerne attraktiv bleiben. Bur wohnt in Leitersweiler, ist Juristin und im SPD-Stadtverbandsvorstand, im Ortsrat und der evangelischen Kirchengemeinde engagiert.

Der Bürgermeisterwahlkampf war kurz und ruhig. Amtsinhaber Bouillon wollte seinen Kopf nicht an allen Ecken der Stadt sehen. Großflächenplakate mit der Anspielung auf das kleine gallische Dorf Kleinbonum aus Asterix und Obelix zeigen, dass St. Wendel trotz Wirtschafts-, Finanzkrise und sinkender Steuereinnahmen gut da stehe und seinen Bürger noch vieles bieten könne, was woanders nicht gar nicht mehr gehe.

Mit "Besser Vanessa" wirbt die SPD und dem Porträt ihrer Kandidatin vor der Basilika und einem Ortsschild, das signalisiert, dass aus "St. Bouillon" wieder St. Wendel werden soll.

Bei der Kommunalwahl 2009 erreichte in St. Wendel die CDU 62,6 Prozent, die SPD 22,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug nur 63,4 Prozent.

Meinung

Personen stehen zur Wahl

Von SZ-RedakteurDagobert Schmidt

Es sind Wahlen, und keiner geht hin. So weit ist es im Landkreis und der Stadt St. Wendel zum Glück noch nicht. Die meisten Wahlberechtigten verstehen ihr Wahlrecht als Wahlpflicht.

Wer am Sonntag zur Wahl geht, entscheidet nicht nur, wer Bürgermeister wird, er zeigt auch, dass er Interesse an seiner Stadt und ihrer Entwicklung hat. Denn es wird keine Partei, sondern die Person gewählt, die die Stadt in die Zukunft führen wird.

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