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Polizei: Wer bekam auch dubiose Internetrechnung?

Polizei: Wer bekam auch dubiose Internetrechnung?

St. Wendel. Die Polizei warnt vor dubiosen Internetrechnungen einer Inkassofirma aus München, worin aufgefordert wird, den Betrag von 132,68 Euro für eine Leistung zu zahlen, die im Internet beansprucht worden sein soll.Wie die St. Wendeler Polizei jetzt mitteilte, habe ein 50-Jähriger St. Wendeler am Donnerstag, 9

St. Wendel. Die Polizei warnt vor dubiosen Internetrechnungen einer Inkassofirma aus München, worin aufgefordert wird, den Betrag von 132,68 Euro für eine Leistung zu zahlen, die im Internet beansprucht worden sein soll.Wie die St. Wendeler Polizei jetzt mitteilte, habe ein 50-Jähriger St. Wendeler am Donnerstag, 9. Oktober, eine solche Rechnung mit der "Aufforderung zur unverzüglichen Zahlung" erhalten. Der Inhalt des Schreibens: Der Mann habe an einem Tag im Februar 2008 zu einer bestimmten Uhrzeit Leistungen einer Internet-Firma in Anspruch genommen. Im August sei er angemahnt worden, weil nicht bezahlt worden sei. Nun wären, inklusive Gebühren und Mahnkosten, 132,68 Euro fällig. Um welche Leistungen es dabei konkret geht, welche Seite im Internet besucht wurde oder welcher Vertrag Grundlage der angeblichen Forderung ist, verriet die Geldeintreiberfirma jedoch nicht. Was also der genaue Gegenstand der Rechnung oder Mahnung ist oder war, geht aus dem Brief nicht hervor. Der 50-Jährige habe sich zudem nicht daran erinnern können, jemals einen Vertrag mit irgendjemandem abgeschlossen und auch zuvor keine Rechnung erhalten zu haben, auf die nun die Forderung des bayrischen Inkasso-Unternehmens fußen könnte, berichtete die Polizei. Und so habe er sofort vermutet, dass er wohl betrogen werden solle. Daraufhin habe er im Internet recherchiert, wo er seine Annahme bestätigt fand. Es stellte sich nämlich heraus, dass derlei Schreiben an dem besagten 9. Oktober offenbar bei vielen Internet-Benutzern eingegangen sein müssen. Davon kündeten zumindest Foren im Netz, in denen sich Internetnutzer über das Inkassounternehmen und dessen Vorgehen beklagten. Aus diesem Grunde habe der 50-Jährige am Freitag, 10. Oktober, mit seiner Rechnung und des bereits teilweise ausgefüllten Überweisungsträgers, der der Rechnung beilag, die St. Wendeler Polizei aufgesucht, um die Sache anzuzeigen, hieß es. Ermittlungen der Polizei haben inzwischen ergeben, dass die auf dem Schreiben aufgeführte Inkassofirma tatsächlich existiert. Die Ermittlungen dauern an. Weitere Geschädigte werden gebeten, sich bei der St. Wendeler Polizei zu melden. ru Kontakt: Polizei St. Wendel, Telefon (06851) 89 80.