Platz für 30 000 Paletten

St. Wendel. Um die Produktion auch bei Eis und Schnee auf den Straßen und um auf eine Ausweitung der Produktion vorbereitet zu sein, wird für den Produktionsstandort St. Wendel von Fresenius Medical Care ein Hochregallager errichtet. Am Freitag war (wie berichtet) der erste Spatenstich. Im Herbst 2012 soll der Bau stehen

St. Wendel. Um die Produktion auch bei Eis und Schnee auf den Straßen und um auf eine Ausweitung der Produktion vorbereitet zu sein, wird für den Produktionsstandort St. Wendel von Fresenius Medical Care ein Hochregallager errichtet. Am Freitag war (wie berichtet) der erste Spatenstich. Im Herbst 2012 soll der Bau stehen.Sehr lange habe man an den Vorbereitungen gearbeitet, erklärte Werkleiter Ulrich Kramp, der sich ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit bei Stadt- und Kreisverwaltung bedankte. Viele Hürden hätten bis zum Baubeginn überwunden werden müssen. Dazu habe es Unterstützung vom Bauamt der Stadt und der Unteren Bauaufsicht des Landkreises gegeben. Kramp misst dem Lager eine extrem hohe Bedeutung bei. Es sorge für eine optimale und zeitnahe Versorgung der Produktion mit Rohstoffen und nehme auch die produzierte Ware auf.

Der Landkreis St. Wendel, der bekannt sei für seine gute mittelständische Struktur, brauche auch große Unternehmen, sagte Landrat Udo Recktenwald. Unternehmen wie Fresenius, die seit 37 Jahren "in St. Wendel etwas in die Hand nehmen, etwas unternehmen". Fresenius sei mit derzeit 1700 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber im Landkreis und zudem mit rund 35 Auszubildenden ein großer Ausbildungsbetrieb. Fresenius zeige sich der Region verpflichtet und trage zudem den Namen St. Wendel hinaus in alle Welt.

"Was gibt es Besseres als eine Weltfirma in der Stadt zu haben", ergänzte Bürgermeister Klaus Bouillon die Aussagen des Landrates. Wege für Investitionen in der Stadt freimachen, das sei eine wichtige Aufgabe seiner Verwaltung. Dazu habe man sich in den Anfangsjahren nicht gescheut, eine gerade fertiggestellte Straße im Gewerbegebiet wieder aufzureißen, um Platz für die Erweiterung bei Fresenius zu schaffen. Wenn man heute das Werk sehe, habe sich der anschließende jahrelange Ärger mit den zuständigen Landesstellen mehr als gelohnt.

Drei Jahre Vorbereitung habe man in das Projekt gesteckt, erklärte Geschäftsführer Eberhard Sieger, in Deutschland für die Produktion von Fresenius verantwortlich. Das Hochregallager helfe Transportkosten sparen. Fresenius lebe von Innovation und neuen Produkten. Mit denen rechne man auch aus St. Wendel.

Gebaut und finanziert wird das Hochregallager von der Deutschen Anlagen Leasing (DAL), Verbundpartner der Deutschen Sparkassen und Landesbanken. Auch DAL-Geschäftsführer Holger Würk lobte die Zusammenarbeit mit der Verwaltung vor Ort.

Das Hochregallager wird 115 Meter lang, 45 Meter breit und 35 Meter hoch. Gelagert wird später computergesteuert in sechs Gassen auf 13 Ebenen, Platz für 30 000 Paletten. Zusätzlich wird auf dem 11 000 Quadratmeter großen Gelände ans Lager ein dreigeschossiges Logistikgebäude angebaut mit Verladerampe, weiteren Lagerflächen, Technik- und Büroräumen. Zu den Kosten wollten die DAL-Vertreter keine Auskunft geben. Fachleute schätzen den Preis auf mehr als fünf Millionen Euro.

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