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Ostertalbahn schreibt Geschichte

Ostertalbahn schreibt Geschichte

St. Wendel. Am nächsten Samstag, 18. Oktober, treffen sich die Mitglieder des Vereins für Landeskunde im Saarland (VLS) um 15 Uhr zu ihrer monatlichen Tagung in Ottweiler im Nebenzimmer des "Gasthaus Zur Sonne" in der Wilhelm-Heinrich-Straße. Dort referiert der Vorsitzende, Robert-Dieter Bettinger, in einem Dia-Vortrag über Geschichte, Bau und Inbetriebnahme der Ostertalbahn

St. Wendel. Am nächsten Samstag, 18. Oktober, treffen sich die Mitglieder des Vereins für Landeskunde im Saarland (VLS) um 15 Uhr zu ihrer monatlichen Tagung in Ottweiler im Nebenzimmer des "Gasthaus Zur Sonne" in der Wilhelm-Heinrich-Straße. Dort referiert der Vorsitzende, Robert-Dieter Bettinger, in einem Dia-Vortrag über Geschichte, Bau und Inbetriebnahme der Ostertalbahn. Am 14. Mai 1938, also vor rund siebzig Jahren, wurde als Linie Neunkirchen-Ottweiler-Schwarzerden-Kusel die auf der Strecke von Ottweiler nach Schwarzerden neu erbaute Bahnlinie feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Die als Ostertalbahn bekannte Verbindung war, entsprechend einer Vereinbarung vom 7. Oktober 1936, von der Deutschen Reichsbahn ab Herbst 1937 von Niederkirchen aus weitergebaut worden. Als im 19. Jahrhundert die ersten Pläne für den Bau der Ostertalbahn erörtert wurden, setzten sich viele Bürger für den Bau der Bahnstrecke ein. Sie sahen die Vorteile des Eisenbahnbaues für Land und Menschen voraus und kämpften teils mit großem Nachdruck für diese Idee. Neue Bahnstrecken bedeuteten eine tief greifende positive Änderung für die Struktur einer Region. Städte und Gemeinden konnten sich weiter entwickeln. Vor diesem Hintergrund lässt sich auch die recht schwierige, von Höhen und Tiefen geprägte, Geschichte der jüngsten Eisenbahnlinie auf saarländischem Boden verstehen, die der Referent Bettinger im Rahmen dieses Vortrages den Teilnehmern mit zahlreichen zeitgenössischen Bildern näher bringen möchte. Nach der Aussprache und Diskussion zum Vortrag werden neue Bücher vorgestellt und Veranstaltungen angekündigt. Mit einem gemütlichen Beisammensein in fröhlicher Runde endet die Tagung. Nicht nur die Mitglieder des VLS, sondern alle landesgeschichtlich interessierte Personen sind eingeladen, heißt es. hjl