Öffenlich gucken, öffentlich frieren

Öffenlich gucken, öffentlich frieren

In Österreich und der Schweiz wird zurzeit fleißig geschwitzt - aber nur auf dem Fußballplatz. Während Podolski, Lehmann und Co. wohl froh sein dürften, dass es während den Spielen der Europameisterschaft nicht heiß ist, bekommt der eine oder andere leicht bekleidete Fan im Publikum eine Gänsehaut

In Österreich und der Schweiz wird zurzeit fleißig geschwitzt - aber nur auf dem Fußballplatz. Während Podolski, Lehmann und Co. wohl froh sein dürften, dass es während den Spielen der Europameisterschaft nicht heiß ist, bekommt der eine oder andere leicht bekleidete Fan im Publikum eine Gänsehaut. Auch in Deutschland hat sich eine deutlich kühlere Luftmasse durchgesetzt. Ohne eine zumindest dünne Jacke kann man sich beim "Public Viewing", dem öffentlichen Gucken der EM-Spiele unter freiem Himmel, schnell eine Erkältung holen. Schuld an dem kühlen Wetter ist ein Trog, der von Skandinavien bis nach Mitteleuropa reicht, also ein Bereich tiefen Luftdrucks. Zusammen mit einem Hoch über dem Nordatlantik schaufelt er sehr kühle und teils feuchte Luft heran. Die Sonne verhält sich daher momentan defensiv und wartet auf Kontermöglichkeiten, während die Schauer wahrscheinlich in Führung gehen. Grundsätzlich ändert sich vorerst nichts an dieser Wetter-Taktik. Erst zum Ende dieser Woche kommt Bewegung ins Wetterspiel. Das Hochdruckgebiet könnte in die Offensive gehen und den Trog veranlassen, sich auf den Atlantik zu verziehen. Dann könnte er am Wochenende mit Sonnenschein-Wetter ausgleichen. Mal sehen.