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Wanderer erleben Geschichte der Region

Wanderer erleben Geschichte der Region

Mit einem achteinhalb Kilometer langen Grenzstein-Wanderweg will der Oberthaler Verein für Geschichte und Heimatkunde, die Geschichte der früheren Grenze ins Bewusstsein bringen. Dazu hat er auch ein Faltblatt erstellt.

Ein Stein am 8,5 Kilometer langen Rundwanderweg.

Grenzsteine erzählen von der wechselvollen Geschichte in der Region. Auch rund um Oberthal . Der Verein für Geschichte und Heimatkunde Oberthal befasst sich seit 2006 mit den Grenzsteinen und historischen Grenzverläufen im nördlichen Saarland. Innerhalb eines Projektes der Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land. Der Verein hat Standorte der Grenzsteine ermittelt, diese freigelegt, katalogisiert und in ein Wanderweg-Netz eingebunden. So ist ein Grenzstein-Wanderweg entstanden, ein 8,5 Kilometer langer Rundweg im Bereich der Gemeinde Oberthal , in den man an mehreren Stellen einsteigen kann und der auch Abkürzungen ermöglicht.

Der Verein will die Geschichte und die Hintergründe der ehemaligen Grenze von 1920 bis 1935 wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung bringen. Er hat dazu ein Faltblatt herausgegeben. Es enthält eine übersichtliche Wanderkarte und eine genaue Beschreibung des Rundweges ab Parkplatz Kapellenwiese in Gronig. Die Entstehung dieser Grenze wird in dem Faltblatt ebenso dargestellt wie ein kurzer geschichtlicher Überblick über den Ortsteil von Oberthal .

Der Rundwanderweg ist mit dem Grenzsteinsymbol ausgezeichnet und bietet auch Schulen die Möglichkeit, wandernd die ehemalige Grenze und die Geschichte unseres Landes "erlebbar" zu machen. Die Gehzeit für diesen mittelschweren Wanderweg in einer Höhenlage von 390 bis 510 Meter beträgt 2,5 Stunden bis drei Stunden und führt über Waldwege und geschotterte Fahrwege im Wald. Die Wanderkarte ist beim Verein für Geschichte und Heimatkunde und der Gemeinde Oberthal erhältlich.

Die Wegbeschreibung: Der Rundweg beginnt am Parkplatz der Kapellenwiese in Gronig. Der Weg führt hinauf zum Losenberg. Kurz vor der Bergkuppe steht links ein Grenzstein der Abtei Tholey. Hier befindet sich der Wanderer direkt auf der alten Grenze Saargebiet-Deutschland. Weiter geht es über den Losenberg auf oder unmittelbar neben der alten Grenze geradeaus. Rechts neben dem Weg verläuft teilweise der alte Patrouillenpfad, der dem Grenzverlauf entspricht und deutlich an der schmalen Rinne zu erkennen ist. Am Grenzstein 232 folgt der Wanderer rechts einem Pfad bergab bis er auf einen Fahrweg stoßt. Er geht den Fahrweg nach links bis zur Einmündung in den Fahrweg zum Bostalsee. Auf diesem Wegabschnitt verläuft die Grenze einige Meter abseits der Straße links in der Nähe der noch jungen Nahe. Nach einigen hundert Metern führt der Wanderweg unmittelbar über den alten Grenzverlauf. Der Wanderer folgt diesem Weg über die Kuppe bis hinab zum Steinbruch. Die Grenze verläuft hier auf dem Gelände des Steinbruchs und folgt dem Leißbach bis zu dessen Ursprung. Hinter dem kleinen Festplatz von Amesborn verlässt der Teilnehmer den Grenzverlauf und wandert zurück. Er geht an einem Teilstück der Straße der Skulpturen vorbei und kommt wieder zur Kapellenwiese.