Von heiter bis ausgefallen

Oberthal. "Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten" - und freuen sich an den Keramiken, die sie auf dem Oberthaler Töpfermarkt gekauft haben. Der bekannte Spruch, der auf einer Keramikarbeit beim Oberthaler Töpfermarkt zu lesen war, könnte auch auf den Wintergarten, den Vorgarten und das Wohnzimmer angewendet werden

Oberthal. "Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten" - und freuen sich an den Keramiken, die sie auf dem Oberthaler Töpfermarkt gekauft haben. Der bekannte Spruch, der auf einer Keramikarbeit beim Oberthaler Töpfermarkt zu lesen war, könnte auch auf den Wintergarten, den Vorgarten und das Wohnzimmer angewendet werden. So vielseitig waren die Angebote, die die 78 Händler am Samstag und Sonntag im Brühlzentrum bereit hielten. Mit einer ausgefallenen Idee wartete Karl-Heinz Schmitt aus Bobenheim-Roxheim auf. Er hatte Pendeluhren aus Keramik angefertigt. "Einen Teil davon kombiniere ich mit Treibholz aus dem Rhein, das bei Hochwasser angeschwemmt wird", erzählte er den Kunden. Er trocknet das Holz und befestigt die Uhr daran. Selbst eine Standuhr bot er zum Kauf an. Selten schöne Arbeiten zeigte Marga Lelle aus Reifenberg. "Bildhaftes Gestalten" nennt sie ihre Kunst. "Die Motive arbeite ich in den weichen Ton ein, glasiert werden sie erst nach dem Brennen." Unter den Arbeiten waren auch Fassadenbilder von Häusern im Hundertwasser-Stil. Bei der Engoben-Malerei, die Claudia Nitsch aus Beienheim/Wetterau präsentierte, werden die klassischen Gebrauchsgegenstände mit einer keramischen Überzugmasse versehen. "Ich arbeite mit nur vier Farben und variiere sie immer", sagte die Künstlerin. Grün war alles am Stand von Angela Weiffen aus Rheda-Wiedenbrück. Schalen, Tassen, Becher, Kännchen und Kerzenständer, alle mit Herzchen und kleinen Rosen verziert, wurden unter ihren Händen zu einem romantischen Geschirr. Ab und zu griff Arpad Takacs aus Budapest zur Okarina, einem Instrument in Form eines Gänseeies, und entlockte ihr liebliche Töne. Inklusive der Grifftabelle verkaufte sie das "Gänschen", wie es genannt wird, für nur acht Euro an viele Marktbesucher. "Als Gärtner sucht man immer nach neuen Formen", erklärte Andreas Schoger-Diller aus Leutershausen. Seine neueste Idee: Keramiken mit Hauswurz und Sukkulenten zu bepflanzen. Der Töpfermarkt wurde durch den neuen Brückbachplatz aufgewertet. Er war nicht mit Ständen zugestellt, so dass er auch der Kommunikation diente. Obwohl an beiden Tagen einige Regenschauer über das Brühlzentrum zogen, blieb die Stimmung ungetrübt.