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Viele Spender beim Blutspende-Termin in Oberthal

Blutspende in Oberthal : So viele Spender wie selten kamen in die Bliestalhalle

Blut spenden und Leben retten: 86 Menschen kommen dem Aufruf des Deutschen Roten Kreuzes nach.

„Blut rettet Leben“. Mit diesem Slogan wirbt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) um ehrenamtliche Blutspender in Deutschland. Die können ihr Blut beispielsweise bei den Spende-Terminen der DRK-Ortsvereine Güdesweiler und Steinberg-Deckenhardt abgeben. Und das seit 1979.

Beim 147. Blutspendentermin war wegen der Corona-Pandemie alles anders. „Wir haben die Aktion deshalb zum ersten Mal vom Schützenhaus in Güdesweiler in die Bliestalhalle in Oberthal verlegt, um die Kontakt- und Abstandsbestimmungen und Hygieneverpflichtungen einzuhalten. Auch standen dort mehr Ruheliegen zur Verfügung“, berichtet die Vorsitzende des DRK Güdesweiler, Brunhilde Noß, und strahlt: „86 Frauen und Männer waren der Einladung gefolgt. Das ist ein tolles Ergebnis. Es hätte noch besser sein können, denn vier Spenden-Willige durften an diesem Abend aus verschiedenen Gründen kein Blut spenden, und der Gang zur Nadel wurde ihnen verwehrt.“ Ein solch starkes Ergebnis habe das DRK letztmalig am 23. Juli 1986 mit 86 Blutspendern gehabt.

„Zu den treuen Stammspendern kamen neun Erstspender, so viele wie lange nicht mehr“, fügte die Vorsitzende Silke Wagner vom DRK Steinberg-Deckenhardt hinzu und bilanziert: „Zu den beiden von vier Blutspendentermine im laufenden Kalenderjahr kamen demnach 154 Blutspender, darunter waren 17 Neulinge.“

Auch standen Ehrungen von Mehrfachspendern in der Bliestalhalle auf dem Programm. Jens Berwian wurde für 50 Blutspenden und Jutta Maurer-Groß für zehn Spenden geehrt. Berwian ist, wie er sagte, auch aktives Mitglied in der Feuerwehr Güdesweiler. „Ich stelle mich gerne ehrenamtlich in den Dienst zum Wohle der Allgemeinheit.“

Reinhold Noß vom DRK Güdesweiler ehrte die Jubilare mit je einer Urkunde, Anstecknadel sowie einem Präsent und überreichte allen Spendern am Ausgang je ein Lunchpaket als Ersatz für den vorgesehenen Imbiss. Edith Ramthun wurde als Spenderin des Abends gekürt. „Die 70-jährige Rentnerin aus Güdesweiler wurde ausgewählt und gehört zu den Stammspendern und spendete heute zum 55. Mal Blut. Ramthun ist auch in der Kleiderkammer des DRK-Kreisverbandes in Furschweiler tätig“, lobte Reinhold Noß. Dieter Klee vom DRK Steinberg-Deckenhardt spendete in der Bliesthalle zum 147. Male und sein Sohn Jochen Klee 56 Mal Blut. Wie vielen Menschen die beiden Bluspender schon geholfen haben, wissen sie nicht. Zusammengekommen sind jedenfalls 151,5 Liter Blut für medizinische Ernstfälle.

„Auch dieser außergewöhnliche Blutspendentermin war von den Helfern der beiden DRK-Ortsvereine und der Blutspendenzentrale Rheinland-Pfalz/Saar gut organisiert worden und rundum gelungen“, fasste die Güdesweiler DRK-Vorsitzende beim Abbau der Utensilien zusammen.