Vergangenes für die Zukunft retten

Oberthal. Jetzt im Oktober sind es 21 Jahre her, dass in Oberthal der Verein für Geschichte und Heimatkunde gegründet wurde

Oberthal. Jetzt im Oktober sind es 21 Jahre her, dass in Oberthal der Verein für Geschichte und Heimatkunde gegründet wurde. Was er in seinen Satzungen festgelegt hat, setzen viele seiner Mitglieder Jahr um Jahr in die Tat um: die Geschichte der Ortsteile erforschen und beschreiben, bedeutsame Objekte wie Häuser und Wegekreuze erhalten, Naturdenkmäler pflegen und das heimatliche Brauchtum sichtbar machen. Ein wichtiger Treffpunkt der Heimatfreunde ist ihre Heimatstube, die früher im Café Mörsdorf eingerichtet war und sich seit etwa zehn Jahren im so genannten "Klopp-Haus" in der Imweiler Straße 6 befindet. In dem historischen Gebäude werden nicht nur Sitzungen und Besprechungen abgehalten, hier wird auch das Archiv gepflegt. Aktuell sind zwei Arbeitskreise tätig. Unter Leitung von Werner Rauber sammelt der Arbeitskreis Foto Bilder, Dokumente und Urkunden. Allein 2000 Bilder sind derzeit archiviert, auf die jeder Bürger kostenlos zurückgreifen kann. Auch ein Kalender mit historischen Fotos wird seit einigen Jahren herausgegeben. "In den Häusern gibt es noch ungezählte alte Aufnahmen und Dokumente, von denen wir noch nichts wissen" sagte Werner Rauber. "Was wir bekommen, geben wir natürlich unversehrt zurück." Ilona Jung betreut die Arbeitsgruppe Mundart, die unter dem Motto "Mir schreiwe wie mir schwätze" tätig ist. Ziel ist es, irgendwann eine Mundartfibel zu erstellen. Aber auch sonst läuft im Verein für Geschichte und Heimatkunde so manche Aktion. Er organisiert Besichtigungsfahrten und Ausflüge, Vortrags- und Filmabende, arbeitet bei der Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land und bei der Gemeinde mit. Mit der Mitarbeit der Oberthaler Bevölkerung ist der Vereinsvorsitzende Bernd Kirch recht zufrieden. "In Gronig, Güdesweiler und Steinberg-Deckenhardt bräuchten wir aber Personen, die sich in die Arbeit der Heimatfreunde einbringen und sie unterstützt", hofft er auf bessere Zeiten. Seit der Vereinsgründung im Jahr 1988 ist die Zahl der Mitglieder von 25 auf heute 66 geklettert. gtr Kontakt: Bernd Kirch, Tel. (06854) 82 87; Werner Rauber, Telefon (06854) 80 26 15.

Auf einen BlickMehr als zehn Bücher hat der Verein für Geschichte und Heimatkunde Oberthal bisher herausgegeben. Der größte Teil davon ist noch vorrätig: "200 Jahre Pfarrei Oberthal", "Heimatgeschichten von Rudolf Just", Band I, "Schloss Linden", "Oberthal - es war einmal", "Gronig", Band I und II, "Güdesweiler Kapellen und Guter Brunnen", "Der Rötel, das Rot der Erde". Ausverkauft sind das Familienbuch der Pfarrei Oberthal, der zweite Band der Heimatgeschichten und die Güdesweiler Erinnerungen. gtr