Zwei Tage Markt in Oberthal : Tierisches töpfern für den Wettbewerb

Vasen, Figuren oder Zierbrunnen – beim Oberthaler Keramikmarkt darf am ersten Maiwochenende nach Herzenslust flaniert werden.

„Tierisch gut“ – so soll nach Wunsch der Veranstalter, der Gemeinde Oberthal und des Handwerker- und Gewerbevereins (HGV), nicht nur die 18. Auflage des Töpfermarktes werden. Sondern so lautet auch das Motto des vierten Töpfer-Wettbewerbs. Zu diesem haben sich 27 Teilnehmer angemeldet. Ihr eigens für die Konkurrenz gefertigtes Kunstwerk präsentieren sie während des zweitägigen Marktes am Samstag und Sonntag, 4. und 5. Mai, an ihren Ständen.

„Eine Neuerung wird es dieses Mal geben“, kündigt Bürgermeister Stephan Rausch (CDU) an. Während es in den Jahren zuvor Usus war, dass eine Jury, bestehend aus Mitgliedern des Orga-Teams und den teilnehmenden Künstlern, die drei besten Werke prämierte, dürfen dieses Mal alle Aussteller ihr Votum abgeben. „Das war ein Wunsch der Kunsthandwerker“, sagt Rausch. Und diesem wollen die Veranstalter nachkommen. Für die Künstler der drei auserkorenen Werke geht es übrigens nicht nur um den Ruhm. Es gibt auch Preisgelder: 500 Euro für Platz eins, 400 Euro für Platz zwei und 300 Euro für Platz drei.

Insgesamt 66 Aussteller wollen ihre Stände in Oberthals Ortsmitte aufschlagen. „Manchmal gibt es noch kurzfristige Absagen“, weiß Thomas Schmitt von der Gemeindeverwaltung aus Erfahrung. Aber mehr als 60 werden es in jedem Fall sein. „Teilweise haben sich wieder Stammgäste angekündigt“, sagt Rausch. In der Liste der angemeldeten Händler habe er aber auch neue Namen ausmachen können. Der Kontakt zu den Ausstellern läuft über Yvonne Molter vom HGV. „Sie töpfert selbst und kennt sich daher aus“, lobt Rausch.

Welcher Kunsthandwerker wo Position bezieht, das koordiniert Norbert Hoffmann, Organisationsleiter beim HGV. In der Regel, so berichtet Rausch, sind am Vorabend des Marktauftakts nicht nur alle Stände aufgebaut, sondern auch zu 95 Prozent bestückt. Damit nichts wegkommt, ist ein Security-Dienst im Einsatz. Etwas umgestaltet werden soll die Stände-Anordnung beim Brückbachplatz. „Man sollte meinen, dass es die Leute auf die Fläche zieht“, sagt der Bürgermeister. Doch sei in den Vorjahren aufgefallen, dass sie vielmehr außen vorbeiflanieren. Das soll sich ändern. Gebündelt an einem Ort präsentiert sich das kulinarische Angebot des Marktes. Für die Kinder gibt es ein Mitmachprogramm. Sie können in Ralf Pheels Kreativ-Werkstatt an beiden Tagen jeweils von 13 bis 17 Uhr ihr Talent im Töpfern ausprobieren.

Das erste Maiwochenende ist in Oberthal stets fest reserviert für den Töpfermarkt. Dieses Mal gibt es an beiden Tagen Konkurrenz-Veranstaltungen in den Nachbargemeinden. So wird am Samstag am Bostalsee dessen 40. Geburtstag gefeiert, und in St. Wendel startet am Sonntag der Marathon. Ein Nachteil für Oberthal? Stephan Rausch schüttelt gelassen mit dem Kopf. „Der Töpfermarkt hat sein Klientel.“ Außerdem könne es nicht schaden, wenn die Menschen ohnehin unterwegs sind. Da ließe sich doch auch der Besuch von zwei Veranstaltungen kombinieren.

Spannend wird es für die Gäste des Töpfermarktes am Sonntag, 16 Uhr. Dann werden die Gewinner der Tombola bekannt gegeben. Sowohl die drei prämierten Kunstwerke als auch Gutscheine des HGVs im Wert von insgesamt 1000 Euro sind im Lostopf. Die entsprechenden Lose verkauft an beiden Markttagen der Schulförderverein der Grundschule.

Der Oberthaler Töpfermarkt öffnet am Samstag, 4. Mai, von 10 bis 18 Uhr seine Pforten und am Sonntag, 5. Mai, von 11 bis 18 Uhr. Zusätzlich sind am Sonntag die Geschäfte von 11 bis 16 Uhr geöffnet.