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Staatssekretär übergibt Scheck für Umbau des Tennenplatzes

Staatssekretär übergibt Scheck für Umbau des Tennenplatzes

Steinberg-Deckenhardt. Zur Teilfinanzierung des Projektes gewährt die Gemeinde Oberthal dem SV Steinberg-Deckenhardt einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 110 000 Euro. Aufgrund der angespannten Finanzsituation ist es der Gemeinde Oberthal jedoch nicht möglich, den Investitionskostenzuschuss vollständig aus eigenen Mitteln bereitzustellen

Steinberg-Deckenhardt. Zur Teilfinanzierung des Projektes gewährt die Gemeinde Oberthal dem SV Steinberg-Deckenhardt einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 110 000 Euro. Aufgrund der angespannten Finanzsituation ist es der Gemeinde Oberthal jedoch nicht möglich, den Investitionskostenzuschuss vollständig aus eigenen Mitteln bereitzustellen. Die Gemeinde beteiligt sich daher mit einem Eigenanteil in Höhe von 60 000 Euro, der wegen der schwierigen Finanzlage jedoch nur über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren ausgezahlt werden kann. Der verbleibende Teilbetrag wird durch die Bedarfszuweisung des Landes abgedeckt.

Eindruck von der Arbeit

Bei der Überreichung des symbolischen Schecks konnte sich Staatssekretär Georg Jungmann (CDU) in Anwesenheit des Vereinsvorsitzenden Fred Koch sowie des Bauleiters Rolf Bernhard persönlich einen Eindruck von der Arbeit des Vereins machen.

Der katastrophale Zustand des Tennenplatzes ist inzwischen Geschichte. Zwar ist der Platz derzeit noch nicht bespielbar, aber das erste satte Grün auf dem Naturrasenplatz erfreut jetzt bereits das Herz eines jeden Fußballers in Steinberg-Deckenhardt. Staatssekretär Georg Jungmann, gleichzeitig Vorsitzender der Sportplanungskommission, sagt: "Was hier in den vergangenen Monaten vom Verein geleistet wurde, ist in der Tat vorbildlich zu nennen."

Bei der Besichtigung des Naturrasenplatzes erläuterten Bürgermeister Rausch und der Vereinsvorsitzende Fred Koch dem Staatssekretär die Beweggründe für den Bau der Sportanlage. Vereinsmitglieder und Vorstand sprachen sich trotz mancher Bedenken und anfänglicher Hürden dafür aus, den Hartplatz in einen Naturrasenplatz umzubauen. Zunächst musste die Problematik der Wasserversorgung für einen Naturrasenplatz gelöst werden. Hierfür erwarb der Verein aus eigenen Mitteln von der Wasserversorgung St. Wendel GmbH eine Pumpstation. Von diesem Pumpwerk aus verlegten die freiwilligen Helfer des Vereins in Eigenleistung über eine Wegstrecke von circa 2,5 Kilometern eine unterirdische Wasserleitung bis hin zur Sportanlage.

Mitglieder packen mit an

Eine noch größere Aufgabe stand dem Verein bevor, als es galt, für die Frage der Finanzierung der Baumaßnahme eine Lösung zu finden, denn für die gesamte Sportanlage inklusive einer Zaunanlage, Verbundsteinverlegung und Verlegung der Wasserleitung musste der stolze Betrag von insgesamt 315 000 Euro gestemmt werden.

Hier zeigte sich, dass durch die Eigenleistung der Mitglieder eine große Ersparnis erzielt werden kann. Mit bislang mehr als 4000 Arbeitsstunden der etwa 55 freiwilligen Helfer wurde durch den Verein selbst bislang ein nicht unerheblicher Teil der Kosten eingespart. Daneben hat der Verein auch eigene Finanzmittel aus seinen Rücklagen in das Bauprojekt investiert und einen weiteren Teilbetrag durch die Aufnahme eines Bankdarlehens bereitgestellt.

Die gesamten, durch den Verein erbrachten Investitionen, belaufen sich somit auf den stolzen Betrag von 108 000 Euro. Auch die Sportplanungskommission wird in den kommenden Jahren den Verein mit 43 000 Euro unterstützen. Bis zur Auszahlung dieser Mittel muss dieser Betrag vom Verein vorfinanziert und durch Darlehensmittel erbracht werden. red