Sportkegeln: Oberthaler Kegler gehen auf Titeljagd

Sportkegeln : Oberthaler Kegler gehen auf Titeljagd

Am Samstag beginnt für die Bundesliga-Teams der Kegelfreunde (KF) Oberthal die neue Saison. Sowohl bei den Frauen wie auch bei den Herren des Deutschen Top-Clubs wird der Gewinn der deutschen Meisterschaft angestrebt.

Die Kegelfreunde (KF) Oberthal waren Anfang Juli Gastgeber der Weltmeisterschaften im Sportkegeln. Ein tolles Erlebnis für den Verein. „Es war einfach fantastisch“, blickt der KFO-Vorsitzende Daniel Schöneberger gerne zurück. „Diese Veranstaltung hat dem ganzen Verein noch einmal einen Schub gegeben. Gerade bei unseren jungen Nachwuchskeglern merkt man richtig, wie der Ehrgeiz bei ihnen seit der WM gewachsen ist.“

Ehrgeizig sind traditionell auch die Bundesliga-Teams des Vereins. Sollte man sie noch mit einem weiteren Attribut beschreiben, dann würde „titelhungrig“ ganz gut passen. Denn seit mehr als 20 Jahren sammeln die KFO Deutsche Meisterschaften in Serie.

Die Herren feierten in der vergangenen Runde einen Jubiläums-Titel – zum 20. Mal stand der Club bei der Siegerehrung der besten Bundesliga-Teams ganz oben. Auch die Frauen wurden vergangene Saison Meister – und das zum vierten Mal in Folge. Das gab es in der Geschichte der Bundesliga noch nie.

Am Wochenende starten die beiden Oberthaler Erstliga-Teams nun in die neue Saison – mit altbewährten Kräften und altbekannten Ambitionen, sagt Schöneberger vor dem Auftaktspiel der Herren am Samstag, 2. September, um 14 Uhr zu Hause gegen SK Düsseldorf. In dieser Partie wird Schöneberger selbst nicht mitwirken. Die langjährige Stammkraft des Teams lag gerade mehr als 14 Tage mit einer Erkältung flach. „Deshalb werde ich wohl erstmal in der zweiten Mannschaft spielen“, kündigt er an.

Die zweite Herren-Mannschaft der Oberthaler spielt in der 2. Liga Süd – und aus ihr kommt auch der einzige Neuzugang des Rekordmeisters. Der luxemburgische Nationalspieler Gilles Mores hat sich über die Reserve für höhere Aufgaben empfohlen. Er gehört nun zum Erstliga-Kader. Dieser ist durch Mores etwas größer geworden, da kein Spieler den Club verlassen hat.

Als Hauptkonkurrent im Kampf um den Titel hat Schöneberger den Dauer-Rivalen der zurückliegenden Jahre, die KSG Montan Holten-Duisburg, ausgemacht. Als Kandidaten für die vorderen Plätze werden zudem Düsseldorf und SK Heiligenhaus gehandelt.

Zwei weitere Teams, die zuletzt im hinteren Tabellenbereich landeten, könnten dank Verstärkungen aber ebenfalls in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen: Oberthals Lokalrivale KSC Hüttersdorf hat den deutschen Nationalspieler und Ex-Oberthaler Daniel Schulz verpflichtet, der KSV Riol dem amtierenden Vizeweltmeister im Einzel, Kai Knobel.

Beide Vereine sind damit ebenfalls Kandidaten für einen Platz in der Meisterschafts-Endrunde (für sie qualifizieren sich die vier besten Teams der regulären Saison). Dass sie die „Platzhirsche“ Oberthal und Holten-Duisburg von einem der beiden ersten Plätze in der Endrunde verdrängen, ist aber eher unwahrscheinlich.

Genau wie die Oberthaler Herren starten auch die Oberthaler Frauen mit einem Heimspiel in die neue Runde. Sie empfangen am Samstag um 13 Uhr Aufsteiger KSF Wuppertal. Sportwart Gerhard Bäumchen formuliert das Ziel des Damen-Teams nicht ganz so offensiv wie Schöneberger bei den Herren. „Wir wollen wieder oben mitspielen“, erklärt er. Der Kader der Mannschaft ist unverändert geblieben, Hauptkonkurrenten um den Titel dürften wie in den vergangenen Jahren auch der KSC Dilsburg und Preußen Lünen sein.

Das hochkarätige Saarderby der Kegel-Frauen steht übrigens am 21. Oktober an. Am vorletzten Hinrunden-Spieltag empfangen die KFO dann die Damen aus Dilsburg im heimischen Kegelsportzentrum. Das Rückspiel findet am 13. Januar in Dilsburg statt. Die Oberthaler Herren haben diese Saison durch den Aufstieg des KSC Landsweiler gleich vier Derbys: Gegen Liganueling Landsweiler spielt der Rekordmeister am 4. November zu Hause und am 27. Januar auswärts. Gegen Hüttersdorf müssen die KFO-Herren zunächst am 30. September daheim und dann am 16. Dezember auswärts ran.