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Nach Lockerungen der Corona-Auflagen suchen DRK und Morsch-Stiftung Spender

Hier kann geholfen werden : Typisierungen nun wieder ankurbeln

Nach Lockerungen der Corona-Auflagen suchen das Deutsche Rote Kreuz und die Stefan-Morsch-Stiftung Spender. So am Dienstag in Gronig.

Nachdem die Corona-Auflagen etwas gelockert wurden, startet der Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gemeinsam mit der Stefan-Morsch-Stiftung vereinzelt wieder Blutspende- und Typisierungsaktionen. „In den vergangenen Wochen waren Typisierungen vor Ort nicht möglich, mit der Folge, dass deutlich weniger Stammzellspender für Leukämie-Patienten zur Verfügung stehen“, erklärt dazu Stiftungs-Sprecherin Annika Zimmer. „Wir hatten einen deutlichen Rückgang bei den Registrierungen zu verzeichnen – trotz der Möglichkeit der Online-Typisierung“, bestätigt Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende der Stiftung. „Im Vergleich zum Vorjahr haben wir etwa 3000 weniger Neuspender.“ Auch bei der Stefan-Morsch-Stiftung sind die Auswirkungen der aktuellen Pandemie also deutlich spürbar.

Daher sei man nun erleichtert, dass wieder vereinzelte Termine in geeigneten Räumlichkeiten über die Bühne gehen können. So beispielsweise am kommenden Dienstag, Dienstag, 16. Juni, 17 bis 20 Uhr, im  Dorfgemeinschaftshaus Gronig, Schulstraße. „Selbstverständlich können sich Interessierte aber auch weiterhin online über unsere Homepage registrieren“, erklärt die Vorstandsvorsitzende. „Sie bekommen dann ein Set für eine Speichelprobe bequem nach Hause geliefert.“

Seit August 2013 arbeiten der DRK-Blutspendedienst West und die Stefan-Morsch-Stiftung zusammen. Eine erfolgreiche Kooperation, die Früchte trägt: Mehr als 4300 Aktionen hat man in dieser Zeit laut Susanne Morsch in ganz Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Nordrhein-Westfalen auf die Beine gestellt.

Bekommt ein Patient eine Fremdblut-Spende, müssen Blutgruppe und Rhesusfaktor zueinander passen. So ähnlich ist das auch bei einer Stammzell-Transplantation, wie die Stiftungsvorsitzende erläutert. Nur dass es hier auf die genetischen Gewebemerkmale ankomme, die erheblich vielfältiger sind. Auch aus diesem Grund sei es notwendig, kontinuierlich neue Spender zu werben – denn die Suche nach einem passenden Spender gleiche oftmals der sprichwörtlichen Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen.

Für viele Leukämiekranke ist eine Stammzellspende jedoch häufig die einzige Chance auf Leben. Als Stammzellspender kann sich jeder gesunde Erwachsene bis 40 Jahre registrieren lassen. Über die Ausschlusskriterien kann man sich unter www.stefan-morsch-stiftung.de oder über die gebührenfreie Hotline (08 00) 7 66 77 24 informieren.

Bei der Blutspende gibt es andere Altersgrenzen als bei der Stammzellspende: Mindestens 18 Jahre müssen Neuspender sein, beziehungsweise nicht älter als 68 Jahre.

Weitere Informationen zu Blutspende-Aufrufe mit Typisierungsaktion in Wohnortnähe gibt es über die kostenlose Hotline (08 00) 1 19 49 11, montags bis freitags je von 8 bis 18 Uhr.
Infos, auch zur DRK-Blutspende-App, gibt es zudem im Netz.

www.blutspendedienst-west.de