"Ja" zum Kunstrasenplatz

Güdesweiler. Für den Bau eines Kunstrasenplatzes in Güdesweiler stimmte die außerordentliche Mitgliederversammlung der Sportfreunde Güdesweiler (SFG) einstimmig. Bereits im Frühsommer nach dem Dorfturnier soll es losgehen. Zu Beginn des Jahres ist der Abschluss eines Erbbaupachtvertrages mit der Gemeinde Oberthal vorgesehen

Güdesweiler. Für den Bau eines Kunstrasenplatzes in Güdesweiler stimmte die außerordentliche Mitgliederversammlung der Sportfreunde Güdesweiler (SFG) einstimmig. Bereits im Frühsommer nach dem Dorfturnier soll es losgehen. Zu Beginn des Jahres ist der Abschluss eines Erbbaupachtvertrages mit der Gemeinde Oberthal vorgesehen. Vor den Beschlüssen hatte SFG-Vorsitzender Lars Kaas aufgezeigt, dass das Finanzierungskonzept steht und darauf hingewiesen, wie wichtig das Projekt sei. "Es geht ums sportliche Überleben", sind sich Kaas und seine Mitstreiter sicher. Mit der Zustimmung der Mitgliederversammlung zur Erhöhung der Mitgliedsbeiträge wurde die letzte Hürde genommen. Insgesamt beläuft sich das "Projekt Kunstrasenplatz Güdesweiler" auf 290 000 Euro, wenn Eigenleistungen im Wert von rund 40 000 Euro erbracht werden. Mit rund 340 Mitgliedern und der Jugendabteilung sieht der Vorstand der SFG den Sportverein gut aufgestellt, um die Zukunft anzugehen. Für den bestehenden Tennenplatz stand sowieso eine Sanierung an. Doch mit dieser "Grundausstattung" sehen sich die Sportfreunde, so Kaas, nicht mehr konkurrenzfähig mit den umliegenden Vereinen. Mit dem Kunstrasenplatz dagegen scheinen die Weichen für die Zukunft der Sportfreunde und der Sportmöglichkeiten in Güdesweiler gestellt zu sein. Dafür ist man bereit, tief ins Portemonnaie zu greifen und den Mitgliedern auch Mehrbelastungen zuzumuten. So werden nach dem Beschluss der Versammlung die Mitgliedsbeiträge ab Januar 2009 auf 1,50 Euro für Jugendliche, drei Euro für Erwachsene und fünf Euro für Familien steigen. Unterstützt wird das Projekt von der Gemeinde Oberthal, die mit Gemeinderatsbeschluss von Dezember 60 000 Euro in drei gleichen Jahresraten beisteuern wird. Außerdem gibt es aus Landesmitteln nach Ministerzusage bei Baubeginn 100 000 Euro. Weitere 70 000 Euro kommen von der Sportplanungskommission des Saarlandes als Regelzuschuss. Kaas: "Wir haben einen Bedarf an Eigenmitteln in Höhe von 35 000 Euro errechnet." Das glauben die Sportfreunde stemmen zu können. Von den anwesenden 70 Mitgliedern stimmten 69 den Anträgen des Vorstandes zu. Nur einer enthielt sich der Stimme. Beitragen sollen zum finanziellen Eigenanteil Sonderveranstaltungen wie Haussammlungen, über den symbolischen Verkauf von Sportplatzflächen bis zu Torwandschießen, Schlagerspielen und VIP-Karten für Großsponsoren. Damit sollen auch die Rücklagen für einen Belagswechsel in rund 20 Jahren gebildet werden. An Eigenleistungen wollen die Sportler unter anderem die bestehenden Aufbauten beseitigen und einen Fangzaun von rund 80 Metern Länge aufstellen. Mehr als 200 Quadratmeter Pflastersteine wären zu verlegen. Für den Kunstrasenplatz sprechen aus Sicht der Vereinsmitglieder die lange Lebensdauer, die im Vergleich zu anderen Belägen geringen Kosten für den Pflegeaufwand. Außerdem, so Kaas, sei der Kunstrasen fast ganzjährig bespielbar und biete sich auch für andere Sportarten wie etwa Feldhockey an. ww