Hitze wie im Einsatz

Im Fokus einer dreitägigen Übung der Feuerwehren aus Oberthal und St. Wendel stand das Absolvieren von möglichen Einsätzen. Dabei war etwa das Ziel Gefahrensituationen zu erkennen und richtige Maßnahmen zu ergreifen.

Drei Tage übten die Feuerwehren aus der Gemeinde Oberthal und der Kreisstadt St. Wendel an einer mobilen Brandschutz-Simulationsanlage. Rund 80 Atemschutzgeräteträger stellten sich den Szenarien. In der mit Gas betriebenen Anlage können Gasflaschen-, Treppen-, Regal- und Lagerbrand simuliert werden. Dank der verschiedenen Brandstellen und Effekten ist ein variables und realitätsnahes Training der Helfer möglich.

Container variabel einstellbar

Die computergesteuerte Anlage erlaubt es, den Schwierigkeitsgrad mit Blick auf die Fähigkeiten der Einsatzkräfte individuell anzupassen. So können Flammenhöhe und somit die Temperaturen im Container variiert werden. Es werden realistische Temperaturen von bis zu 650 Grad erreicht. Ziel war es, das taktische Vorgehen bei der Rettung von Menschen, das Erkennen von Gefahrensituationen sowie den effizienten Einsatz von Löschmitteln zu trainieren. Ebenso ging es darum, dass sich die Feuerwehrleute an die Hitze gewöhnen, um so die Belastungsgrenzen vom eigenen Körper und die der Schutzkleidung kennenzulernen.

Vor Übungsbeginn wurde jeder Trupp von einem Trainer auf grundlegende Themen, was die Feuerbekämpfung im Innern betrifft, vorbereitet. Während des Übungsdurchgangs wurden die Helfer beobachtet. Anschließend fand eine Nachbetrachtung mit jedem einzelnen Teilnehmer statt. Zahlreiche Gäste aus der Kommunalpolitik und der Bevölkerung überzeugten sich vor Ort über den Leistungsstand der Feuerwehrkräfte und konnten so einen nicht alltäglichen Einblick in die Abläufe bei der Brandbekämpfung im Inneren von Gebäuden erlangen.

Vom 1. bis 3. Oktober besteht für die Rettungskräfte erneut die Möglichkeit unter realistischen Bedingungen zu üben. Dann steht eine Übungsanlage am Feuerwehrgerätehaus in Hofeld-Mauschbach zur Verfügung.