Hexenfeuer: Hexenfeuer brennt spät, aber heftig

Hexenfeuer : Hexenfeuer brennt spät, aber heftig

Beim Nachholtermin ging alles glatt. Der Güdesweiler Angelsportverein konnte seine Holzpyramiede entzünden.

An Winterhexen glauben die Menschen schon lange nicht mehr. Für die frühere Generation hatte der Winter eine ganz andere Bedeutung: Dunkelheit, Kälte, mangelhafte Ernährung, gar Hunger, Krankheit, Tod. In der sagenumwitterten Walpurgisnacht sind dann die Hexen mit einem Feuer vertrieben worden. In Güdesweiler wurde den magischen Gestalten mit Verspätung der Garaus gemacht: Am Mittwoch wurde die 9,10 Meter hohe Holzpyramide von den Flammen aufgefressen.

Das heiße Spektakel musste am 30. April wegen zu starker Windböen aus Sicherheitsgründen abgesagt werden (wir berichteten). Beim zweiten Anlauf waren mehr als 400 Besucher am Güdesweiler Fischweiher. Bei Einbruch der Dunkelheit entzündete Axel Will vom Angelsportverein (ASV) die Holzkonstruktion. „Geht alle bitte etwas zurück, der Funkenflug ist nicht ungefährlich“, warnte vorsorglich der ASV-Vorsitzende Mike Seibert. Schrittweise traten die Schaulustigen notgedrungen wegen der größer werdenden Hitze immer weiter zurück. „Wer jetzt noch sagt, dass ihm nicht heiß ist, ist ein Lügner“, sagte Alleinunterhalter Ulli Recktenwald zwischen zwei Hits. Was als vereinsinterner Lagerfeuer-Abend begann, hat sich über die Jahre zum Volksfest entwickelt, und es wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.