Herbe Klatsche im Titelrennen

Handball-Saarlandliga der Frauen: FSG Oberthal-Hirstein ist nach 14:27-Packung in Saarlouis so gut wie aus dem Rennen.

Aua, das war heftig: Die Frauen der HG Saarlouis haben die FSG Oberthal-Hirstein in der Handball-Saarlandliga mit 27:14 vom Feld gefegt und dem schärfsten Verfolger in der Steinrauschhalle eine Lehrstunde verpasst. "Damit haben die Mädels im Spitzenspiel ein Ausrufezeichen gesetzt", stellte HG-Trainer Pasquale Andolina nach der einseitigen Partie begeistert fest.

Sein Gegenüber hatte dagegen keinen Grund zum Jubel. Im Gegenteil. Mit dem Saisonziel Meisterschaft gestartet, lagen die Mädels von Trainer Markus König vor dem Gipfeltreffen nur zwei Zähler im Hintertreffen und rechneten sich durchaus Chancen aus. Doch die Rechnung ging nicht auf. "Wir waren ersatzgeschwächt, aber dennoch motiviert. Wir haben versucht, dagegenzuhalten. Mit komplettem Kader wäre es enger geworden", stellte FSG-Übungsleiter König ernüchtert fest.

Doch schnell schwanden seine Hoffnungen, beim Tabellenführer etwas Zählbares zu entführen. Bereits kurz nach dem Anpfiff musste Rückraumspielerin Jana Scherer mit gebrochenem Mittelfuß-Knochen vom Feld. Die Gäste waren geschockt. Als Anja Geier in der elften Minute ihr viertes Tor erzielte, war Saarlouis bereits auf 8:2 enteilt. Zur Pause führte der Spitzenreiter 14:6. Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeberinnen sofort nach: 16:7 (36.), 18:8 (43.), 22:11 (52.), 25:13 (56.) waren die Zwischenstände. "Wir haben Tempo-Handball aus einer sicheren Abwehr heraus gespielt. Die Defensive war das Prunkstück", schwärmte Andolina.

Nachdem die HGS die Hackordnung in der höchsten saarländischen Spielklasse klargestellt hat, geht die Titel-Reise am 11. März beim Tabellenvierten HSG Ottweiler-Steinbach weiter. Zwei Wochen später muss der Spitzenreiter beim Verfolger HC St. Johann antreten, der auf Rang zwei vorrückte und drei Punkte Rückstand hat. Die Titelverteidigung hat er aber fest eingeplant. Am Ziel sei seine Mannschaft aber noch nicht, warnt HGS-Trainer Andolina: "Die kommenden sechs Spiele werden uns noch fordern."

Markus König hat den Titel noch nicht ganz abgeschrieben, aber der FSG-Trainer ist Realist: "Ich gebe die Hoffnung nicht auf, aber es wird schwer. Wir müssten alles gewinnen und Saarlouis patzen. Aus eigener Kraft können wir es nicht mehr packen."

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