Gewerkschaft der Polizei: Hartmut Thomas führt GdP-Senioren an

Gewerkschaft der Polizei : Hartmut Thomas führt GdP-Senioren an

Die Seniorengruppe der GdP hat einen neuen Vorsitzenden. Der langjährige Chef der Gruppe, Artur Jung, trat nicht mehr zur Wahl an.

Nach 20 Jahren hat der Landesvorsitzende der Seniorengruppe der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Artur Jung, einen Schlussstrich gezogen. Nach fünf Amtsperioden trat der 79-jährige Schwalbacher bei der achten Landes-Seniorenkonferenz im Bosener Bostal-Hotel Merker  nicht mehr an. Die 35 Delegierten wählten Hartmut Thomas (68) aus Wadgassen zu seinem Nachfolger. Gemeinsam mit Jung hat auch sein Stellvertreter Klaus Wagner aus Theley nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidiert. Die aus dem Vorstand ausgeschiedenen Mitglieder wurden vom GdP-Landesvorsitzenden Ralf Porzel verabschiedet.

Der Ex-Landesvorsitzende Jung blickte zurück. „Ich habe mich intensiv darum gekümmert, dass in anderen Landesverbänden die Seniorenarbeit vorangetrieben wurde. Im Saarland waren wir da schon ein Stück weiter“. Auf Landesebene habe er immer die volle Unterstützung gehabt, „egal ob finanzieller oder technischer Art, alle Ansprüche wurden erfüllt“. Stets forderte Jung die Polizei-Senioren zur Mitsprache in der Gewerkschaft auf, um die Perspektiven zu verbessern, und nicht stillschweigend, als zahlendes Mitglied alles hinzunehmen. „Die Zusammenarbeit im geschäftsführenden Vorstand war immer hervorragend“, bilanzierte Jung nach zwei Jahrzehnten. Seit 1998 engagierte er im Bundesvorstand, nach zunächst vier Jahren als Stellvertreter stand Jung dann für vier Jahre an der Spitze des Bundesvorstands. Nun tritt er auch bundesweit kürzer und räumt im März in Potsdam seinen derzeitigen Beraterposten.

Der neue Landesvorsitzende Thomas kündigte an, die bewährte Seniorenarbeit, die sein Vorgänger in 20 Jahren aufgebaut hat, weiter fortzuführen. „Erfahrung gestaltet Zukunft“, meinte Thomas dazu. Denn in der aktuellen Umbruchphase der saarländischen könnten die aktiven Kollegen nicht auf die Erfahrung der „Polizei-Senioren“ verzichten. „Polizeidienst ist Dienst am Bürger und heutzutage sind wir nicht mehr so nahe am Bürger dran. Das ist durch den höheren Arbeitsaufwand verloren gegangen“, erklärte der 68-Jährige.

In der Vergangenheit habe vieles unter dem Sparzwang gelitten, was nur schwer zu korrigieren und zu verändern sei. Thomas, der nun die 600 Polizeigewerkschaftler in den nächsten vier Jahren anführt, will ihnen weiterhin ein umfangreiches Bildungs- und Seminarangebot zum Thema Versorgungs- und Beihilferegelung unterbreiten. „Für solche Themen müsste ein Vertrauensmann installiert werden“, hat Thomas Handlungsbedarf erkannt.

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