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Ferien-Abenteuer mit Riesen-Figur am Karlsbrunner Steinberg

Ferien-Abenteuer mit Riesen-Figur am Karlsbrunner Steinberg

Ludweiler/Karlsbrunn. Wer in der vergangenen Woche in den Abendstunden durch den Karlsbrunner Wildpark spazierte, konnte unter Umständen einer riesenhaften Gestalt begegnen: 3,96 Meter groß mit schwarzer Hose, einem langen lilafarbenen Mantel und einem zotteligen Rauschebart. Doch keine Angst, im Wildpark treibt sich nicht wirklich ein Sagenwesen herum

Ludweiler/Karlsbrunn. Wer in der vergangenen Woche in den Abendstunden durch den Karlsbrunner Wildpark spazierte, konnte unter Umständen einer riesenhaften Gestalt begegnen: 3,96 Meter groß mit schwarzer Hose, einem langen lilafarbenen Mantel und einem zotteligen Rauschebart. Doch keine Angst, im Wildpark treibt sich nicht wirklich ein Sagenwesen herum. Auch wenn die Kinder, die am Ferienprogramm der evangelischen Kirchengemeinde Ludweiler teilnahmen, das glauben sollten.Gerd Kaufmann hatte die Figur aus Holz, Hasendraht und Pappmaché gefertigt, ließ Kleidung für sie nähen und dachte sich eine spannende Geschichte dazu aus, die den Kinder erzählt wurde. Sie handelt von Herrn Tur-Tur, einem besonders großen und menschenscheuen Mann, der vor 300 Jahren im Wald von Karlsbrunn gelebt haben soll. Er brach mit seinem riesigen Hammer Nacht für Nacht Sandsteine aus dem Karlsbrunner Steinberg. Einmal im Monat holten die Männer des Ortes die Steine ab und hinterließen im Gegenzug reichlich Brot, Wurst, Käse, Wein und eine große Kerze für Herrn Tur-Tur.Als die Menschen mit der Zeit immer seltener bereit waren, Lebensmittel abzugeben und schließlich die Lieferung ganz einstellten, verschwand Herr Tur-Tur. Wer ihn entdecke, dem winke ein Schatz, erzählte man sich. Doch Herr Tur-Tur tauchte nie wieder auf. Bis vergangene Woche. Als die Jugendgruppe der Ferienfreizeit im Dunkeln über den Steinberg marschierte, klangen plötzlich laute, unheimliche Geräusche durch den Wald. Als klopfe jemand mit einem schweren Hammer auf Stein. Mit Taschenlampen bewaffnet und mit zittrigen Knien ging die Gruppe den Geräuschen nach - und entdeckte plötzlich mitten im Wald die Riesen-Figur. Aus deren Manteltasche blitzte eine Karte, und diese führte die Jugendgruppe tatsächlich zu einem Schatz, der in der Nähe vergraben war - ein gelungenes Ferien-Abenteuer. red/hei